Geschäftsführer Ruediger Thaler brachte eine Änderung der Straßenverkehrsordnung zur Sprache: Danach ist es seit dem 28. April 2020 verboten, auf Fahrradschutzstreifen zu halten. Foto: Dachdecker Innung Berlin

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10. August 2020 | Teilen auf:

Berlin: Schnelle Notreparaturen kaum machbar

Bei einer Zusammenkunft der Berliner Innungen mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller im Juni diesen Jahres brachte Geschäftsführer Ruediger Thaler eine Änderung der Straßenverkehrsordnung zur Sprache: Danach ist es seit dem 28. April 2020 verboten, auf Fahrradschutzstreifen zu halten, selbst das Be- und Entladen ist nicht gestattet und wird mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg belegt.


Vor den Berliner Abgeordnetenhauswahlen wird sich in Berlin demnach nichts mehr bewegen. Für Thaler ist klar, dass am Ende die Kunden die Leidtragenden sind. „Dächer können nach Sturmschäden tage- oder sogar wochenlang nicht repariert werden, wenn wir vorher Halte-Genehmigungen einholen müssen. Auch ohne Notfälle wird es durch die neue Regelung zu erheblichen Bauverzögerungen kommen“, so Thaler. Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann und Thaler fordern den Bundesgesetzgeber daher dringend auf, Ausnahmen für das Be- und Entladen im gewerblichen Verkehr in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen und das Halten für das Handwerk auf Fahrradwegen wieder zu gestatten. _______________________________________________________________________________