146 erfolgreiche Auszubildende im Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holsteins erhalten den Gesellenbrief.
Stolz auf die in der Gesellenprüfung gezeigten Leistungen können die 146 Dachdeckerlehrlinge aus Schleswig-Holstein sowie deren Ausbildungsbetriebe sein. Sie alle zusammen sichern den qualifizierten Nachwuchs auf dem Dach.
Wie schon in den Vorjahren ist auch in diesem Jahr die "NordBau" in Neumünster die Bühne für die Dachdecker-Lehrlinge Schleswig-Holsteins, die jetzt freigesprochen wurden. Die jeweiligen Obermeister der acht Innungen überreichten den Lehrlingen ihre Gesellenbriefe. Und die überdurchschnittlichen Leistungen der Innungsbesten wurden zusätzlich mit einem Zunftseidel oder Buchgeschenk geehrt.
Die Zukunftsaussichten für diese neue Dachdecker-Generation sind besser als in vielen anderen Branchen. Gerade die immer höheren gesetzlichen Anforderungen zur Energieeinsparung im Gebäudesektor werden vorrangig vom Dachdeckerhandwerk als Gewerk für die gesamte Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik umgesetzt. Hinzu kommt die hohe Bereitschaft von Immobilienbesitzern, diese Maßnahmen auch im Gebäudebestand als zukunftssichere Investition auch mit erneuerbaren Energien umzusetzen, um den Immobilien- und Mietwert langfristig zu erhalten oder gar zu steigern.
Die große Zahl der Auszubildenden ist nach Aussage des stellvertretenden Landesinnungsmeisters Rainer Edier einer Ausbildungsbereitschaft der Dachdeckerbetriebe in Schleswig-Holstein zu verdanken, die bundesweit beispielhaft ist. Dies zeigt auch die trotz der demografischen Entwicklung weiter gestiegene Zahl von über 500 Auszubildenden der nächsten Dachdecker-Generationen, die derzeit im Ausbildungszentrum Lübeck-Blankensee die Berufsschule besuchen bzw. überbetrieblich ausgebildet werden. Statistisch gesehen kommt annähernd auf fünf gewerbliche Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holsteins ein Lehrling. Eine erfreuliche Zahl, die auch das Engagement der Ausbildungsbetriebe dokumentiert.
Zu der guten Nachwuchs-Bilanz hat auch die bundesweite Kampagne "Handwerk die Wirtschaftsmacht von nebenan" beigetragen, die das Handwerk in das Interesse von Jugendlichen und deren Eltern gerückt hat. Mit dem traditionellen "Gott schütze das ehrbare Handwerk" wünschte Edier den frischgebackenen Junggesellen eine "hochqualifizierte und damit sichere Zukunft ganz oben".