Rund 1400 qm Dachfläche sanierte die Firma Schlatt & Söhne Dachtechnik  einschließlich 33 Gauben.  Fotos: Schlatt
Rund 1400 qm Dachfläche sanierte die Firma Schlatt & Söhne Dachtechnik einschließlich 33 Gauben. Fotos: Schlatt

Steildach

26. January 2021 | Teilen auf:

Biber trifft Pfanne

Rund 1400 m² Dachfläche, 33 Dachgauben und diverse Verschnittlinien: Bei der Sanierung einer Gesamtschule in Raesfeld ging es um Meter und um Details. Die Firma Schlatt & Söhne Dachtechnik setzte in der Fläche auf eine Kombination aus Biberschanzziegeln an den Gauben und einen Flachdachziegel im 12er-Format an den Dachflächen.

Im Zuge der baulichen Restrukturierung der Julia Koppers Gesamtschule in Raesfeld sollte eine komplett neues Umfeld für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 geschaffen werden. Die Pausenflächen im Außenbereich sollten als Ort der Begegnung neu angelegt werden und erweitert durch Spiel- und Aktionsflächen, einen modernen ansprechenden Raum schaffen. Aber auch das Satteldach der Gesamtschule, deren heutiger Name auf eine ortsansässige Künstlerin Julia Koppers (1855-1944), zurückgeht, war in großen Teilen sanierungsbedürftig. Anfang 2020 wurde die Sanierung durch die Stadt Raesfeld offiziell ausgeschrieben.

Als ortnaher Innungsbetrieb nahm auch die Firma Schlatt & Söhne Dachtechnik an der Ausschreibung teil und konnte sich mit dem vorgeschlagenene Sanierungskonzept durchsetzen.

Sicherheit für die Kids

Im März 2020 erhielt das Bedachungsunternehmen den Zuschlag und der Baubeginn war für Mai 2020 avisiert mit einem Bauzeitfenster von insgesamt 3 Monaten bis August 2020. Juniorchef Philipp Schlatt: „Vor dem eigentlichen Beginn der Sanierung stand erst einmal die Einrichtung der gesamten Baustelle mit allen Sicherungs- und Schutzmaßnahmen statt, die bei einer Schule natürlich enorm sind.

Neben rund 200 m Bauzaun, der als Schutz für die Laufwege der Schulhöfe gestellt wurde, haben wir ausgewiesene Flächen für die Lagerung des Materials eingezäunt.“ Ebenso das Umfreiden des Gebäudes mit einem Arbeits- und Schutzgerüst gehörte zur Aufgabe des Innungbetriebes. Insgesamt ca. 1.300 qm Gerüst wurde rund um das Gebäude erstellt. Ein Turmkran sorgte für den sicheren Matreialtransport ans Dach. Schlatt: Die Anlieferung und aufwendige Montage des rund 25 m hohen Krans musste trotz des Corona-bedingt stark eingeschränkten Schulbetriebes außerhalb der Schulzeit erfolgen.

Hier wollten wir überhaupt kein Risiko eingehen. Durch all die Sicherungsmaßnahmen und eine gute Koordination seitens der Schule konnten wir durchweg ungehindert arbeiten, was bei so einer Baustelle natürlich wichtig ist.“

Unterspannung mit Unterbrechung

Nach den umfangreichen Einrichtungsmaßnahmen startete das Schlatt-Team mit der Sanierung der rund 1300 m² großen, 50 Grad geneigten Dachfläche.

Der Rückbau und die Entsorgung des Altdaches, bestehend aus Dachziegeln, Konter- und Traglattung sowie einer Mischung aus alter Mineral- und Glawolle, erfolgte in Teilabschnitten. Zug um Zug wurde so die Dachfläche zurückgebaut und im ersten Schritt mit einer Unterspannbahn versehen die als Behelfsdeckung auf den Sparren verlegt wird. Philipp Schlatt: „Sicherlich ein kleines Highlight bei der Sanierung aber insbesondere bei der Verlegung der Flächenbahn suboptimal, waren die 33 Gauben, die sich über alle Dachflächenteile verteilten. Hier war natürlich kein einfaches „Ausrollen und Antackern“ der Bahn möglich. Unser Team musste die Unterspannbahnen natürlich alle schon so an die zuvor zurückgebauten Gauben anschließen, das hier a) keine Konvektion entsteht und b) das Ganze auch regensicher ist.“ Auch die, bis auf die Vollschalung zurückgebauten Gauben, bekleidete das Schlatt-Team vollflächig mit einer Unterspannbahn.

Michael Zenk

Den kompletten Beitrag lesen Sie in  DDH 02.2021 .