Typisch Berlin: keine Leiterhaken, keine Sekuranten – wie soll man da arbeiten? Dachdecker Pilch und seine Mitarbeiter sichern sich mit einem praktischen Hüftgurt, statt der unbequemen Dachdecker-PSA.
Auf dem Flachdach in Heiligensee
Ortstermin auf einer Baustelle im schmucken Ortsteil Heiligensee. Auf dem Flachdach des bescheidenen 500-m²-Bauhauses mit Blick auf den See hat sich höchstwahrscheinlich durch Schrumpfen der darunterliegenden Dämmung die Flachdachfläche verschoben und wirft Falten. DDM Adam Pilch hat zwei ausführliche Sanierungsangebote vorbereitet: eine Variante mit Bitumen und eine mit Kunstoff-Dachbahnen. Gut in dem Zusammenhang ist, dass der Maler ihn empfohlen hat und beide wahrscheinlich ein Gerüst nutzen können. „Vielleicht können beide Gewerke auch gleichzeitig arbeiten“, empfiehlt er im Gespräch dem Bauherrn. Bei der Beratung der Materialien ist Adam Pilch flexibel.
Flachdach: Aufbau beachten
„Obwohl Berlin klassisch Bitumenland ist, bin ich der Meinung, dass beide Werkstoffe ihre Vor- und Nachteile haben. Es kommt immer auf die Anforderungen an.“ Angebote schreiben, davon viele umsonst: Das möchte Pilch langfristig ändern. Aufwendige Kalkulationen lässt er sich wenigstens mit 150 Euro bezahlen. „Das ist zwar viel zu wenig, aber immerhin mal ein Anfang.“

Sicherheit mit Klettern verbunden
Beim Thema Sicherheit versucht er den Spagat zwischen Spaß und lästigen Anforderungen zu verbinden. Sein Meister ist Industriekletterer, beide sind immer auf der Suche nach neuen, einfachen Systemen bei der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Aus den Produkten von Kletterern und Dachdeckersicherheitssystemen haben sie eine Kombination entwickelt, die die Mitarbeiter sichert und die sie auch benutzen. „Im Bereich PSA gibt es immer noch zu wenig einfache und praktikable Produkte.“
Johannes Messer
Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 09.2017.