Steildach 2012-05-21T00:00:00Z Bunte Muster als Dorfgespräch

Ein Dachdeckerunternehmer aus Georgsmarienhütte erwarb ein brachliegendes Gelände samt mehrerer Gebäude. Ein Potpourri an Werkstoffen kam bei der Sanierung zum Einsatz: Historische Tondachziegel, PV- und Solarthermie und der Hang zum "Besonderen" sorgten in dem beschaulichen Dorf für die gewünschte Mundpropaganda.

Das Unternehmen Averdiek und Recker GmbH erwarb ein Grundstück, dessen Gebäudebestand als massiv heruntergewirtschaftet bezeichnet werden konnte. Einige Gebäude wurden umfangreich saniert, andere mussten abgerissen werden. Der Ursprung der Bebauungen war ein zum Teil gewerblich genutztes Wohnhaus aus dem Jahr 1951, welches ohne jegliche Heizung und funktionierende Stromversorgung unbewohnbar war. Der nebenstehende Anbau aus dem Jahre 1958 war zum Zeitpunkt der Übernahme bewohnt und "teilweise" renoviert. Im hinteren Grundstücksbereich befand sich ein ehemals gewerblich genutzter Schuppen eines Bauunternehmens, allerdings war dieser nicht mehr zu nutzen. Ebenso war die zum Teil brachliegende Freifläche vollkommen verwildert und zugewachsen. Zu Beginn der Sanierung stand fest, dass das neue Betriebsgelände der Averdiek und Recker GmbH zugleich den Erfordernissen der modernen Sanierung genügen und einen repräsentativen Eindruck für den Kunden des ortsansässigen Dachdeckers darstellen sollte. Neben historischen Arbeitstechniken konnte das breite Leistungsspektrum des Betriebes aus Georgsmarienhütte mit viel Liebe zum Detail zur Geltung kommen.

Fassaden als Musterflächen

Bei der Sanierung der Wohngebäude wurden die energetischen Gesichtspunkte nach den Vorgaben der aktuellen EnEV umgesetzt, um auch hier darzustellen, dass energetisches Sanieren im Bestand unter Berücksichtigung der heutigen Anforderungen möglich ist. Durch die Montage von PV-Anlagen auf den Hallendächern leistet das Unternehmen in der Addition einen nachhaltigen positiven Beitrag zur CO2-Bilanz. Die gesamte Sanierung wurde so aufgebaut, dass am Ende der Umbauarbeiten ein interessanter, auffälliger und werbewirksamer Gesamteindruck entstehen sollte. Nach umfangreichem Rückbau von Teilen der alten Gewerbehalle entstand eine Hallenerweiterung mit einer Stahlkonstruktion und eine Fahrzeughalle mit kleiner Ausbildungswerkstatt für die Auszubildenden des Innungsbetriebes. Im bestehenden Hallenbereich wurden eine Sanitärzelle und ein kleines Büro sowie ein Teilelager eingerichtet. Die Freifläche wurde in der Gesamtheit neu angelegt und gepflastert. Neben einer Solarthermieanlage, welche für die Beheizung und Warmwasserversorgung des Büro- und Sanitärbereiches sorgt, wurden die Steil- und Flachdachflächen zum Aufbau einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 23 KWp benutzt. Die Fassadenflächen der alten Halle dienen als Musterflächen für verschiedenste Dachziegel-Formate.

Titus Recker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 10.2012.

zuletzt editiert am 14. Januar 2021
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