Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Centrosolar Group AG neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis verbuchen.
. So stieg der Umsatz um 31 % von 308,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 403,4 Mio. EUR. Somit wurde die ursprüngliche Jahresprognose von 340 bis 370 Mio. EUR deutlich übertroffen. Der Anteil des Auslandsumsatzes konnte von 49 % auf 59,4 % gesteigert werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte mit 26,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (6,9 Mio. EUR) sogar fast vervierfacht werden und lag damit auch deutlich über der ursprünglichen Jahresprognose von 14 bis 16 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 15,8 Mio. EUR gegenüber dem durch den Abbruch des Joint Ventures mit Qimonda außerordentlich belasteten Vorjahreswert von -29,7 Mio. EUR. Das entspricht einem Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,78 EUR (gegenüber -1,94 EUR im Vorjahr).
2010 hat der Solar-Produzent insbesondere in den weiteren Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten bei der Fertigung von Solarmodulen und der Beschichtung von Solarglas investiert. Trotz dieser umfangreichen Investitionstätigkeit und der wachstumsbedingten Ausweitung des Net Working Capitals konnten die Nettofinanzschulden weiter von 44,0 Mio. EUR auf nunmehr 39,9 Mio. EUR reduziert werden. Durch diese Verbesserung und den erzielten Gewinn konnte die Eigenkapitalquote von 43,0 % auf 51,8 % deutlich ausgeweitet werden. Die positive Ergebnisentwicklung spiegelt sich auch im Cash flow wider. So konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der Ausweitung des Working Capitals ein operativer Cash flow in Höhe von 18,4 Mio. EUR verbucht werden. Für 2011 erwartet das Unternehmen einen gegenüber dem Vorjahr abgeschwächten Markt in Deutschland, in dem es im zweiten Quartal vor der Absenkung der Einspeisevergütung noch einmal zu Vorzieheffekten kommen wird, die aber nicht so stark ausfallen dürften wie im Jahr 2010. Demgegenüber ergeben sich in anderen europäischen und nordamerikanischen Märkten neue Wachstumschancen, deren Realisierung jedoch zum Teil noch von der derzeit diskutierten Ausgestaltung der jeweiligen nationalen Einspeisetarife abhängig ist. Insgesamt ist von einer allgemeinen Intensivierung des Wettbewerbsumfelds auszugehen.
Durch die über Jahre aufgebaute, im Branchenvergleich starke Vertriebsorganisation, die flexible Einkaufspolitik sowie die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse zur Kostenoptimierung wurde das Unternehmen frühzeitig auf eine derartige Marktentwicklung ausgerichtet. Darüber hinaus kann sich die Centrosolar vom Wettbewerb durch ihre Fokussierung auf Dachanlagen sowie durch patentierte Schlüsselkomponenten wie das antireflexbeschichtete Solarglas absetzen. Durch den Abschluss des Produktionsabkommens mit TSMC hat sich für das Unternehmen ein weiterer Absatzkanal geöffnet, der mit dem Ausbau der Fertigung in Wismar zum dritten Quartal 2011 auf insgesamt 350 MWp ebenso gut bedient werden kann, wie die zunehmenden Bedarfe der weltweiten Vertriebsorganisation.