2010-04-22T00:00:00Z Dachdecker von A bis Z

Dachdecker/innen in der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik decken Dächer, verkleiden Außenwände und dichten Flächen an Bauwerken ab. Außerdem montieren sie Dachfenster, Dachrinnen oder Blitzschutzanlagen und Solaranlagen.

Was?

In der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik decken Dachdecker/innen Dächer mit Ziegeln, Schiefer, Dachplatten, Schindeln und Blech. Sie stellen Holzkonstruktionen z.B. für Dachstühle und Fachwerkwände her, erstellen die Unterkonstruktion, bauen Dämmstoffe ein und dichten Dachflächen sowie Wand- und Bodenflächen mit Kunststoffen und bituminösen Werkstoffen ab. Auch Dachfenster und Systeme der Solarenergie montieren sie. Außerdem stellen sie Fassadenbekleidungen her, bereiten Flachdächer für Dachbegrünungen vor, planen Vorrichtungen an Dächern und Außenwänden, beispielsweise Dachrinnen oder Blitzschutzanlagen, bringen diese an und überprüfen sie. Alle genannten Teilbauwerke warten, inspizieren und reparieren sie auch.

Wo?

Dachdecker/innen der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik arbeiten in der Baubranche, z.B. bei Dachdeckereien bzw. Bedachungsunternehmen.Sie sind auf wechselnden Baustellen tätig, z.T. auch überregional oder im Ausland. Dort arbeiten sie meist im Freien, auf Flach- und Steildächern sowie auf Gerüsten. Sie halten sich auch in Werkstätten auf, wo sie Materialien zum Einbau vorbereiten. Materiallager gehören ebenfalls zu ihrem Aktionskreis, schließlich müssen die Lkws, mit denen sie zu den Baustellen fahren, mit den nötigen Bauutensilien beladen werden.

Wann?

Dachdecker/innen der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik arbeiten in der Regel tagsüber von Montag bis Freitag. Wenn allerdings die Zeit drängt, weil Fertigstellungstermine eingehalten werden müssen, dann kann es abends spät werden auf der Baustelle, und auch der freie Samstag ist dann nicht immer sicher. Bei schlechtem Wetter und im Winter ruht die Arbeit auch mal.

Wie?

Dachdecker/innen der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik sind häufig auf Achse, auch weit weg von zuhause. Die Handwerksbetriebe, für die sie arbeiten, nehmen auch bundesweite Aufträge oder Aufträge im Ausland an. Die unterschiedlichen Einsatzorte, der Wechsel zwischen den Baustellen und die Bandbreite der Arbeiten, die sie erledigen, lassen keine Langeweile aufkommen. Auf Baustellen ist Teamgeist gefragt. Dachdecker/innen sind selten alleine, sei es bei ihrer Arbeit oder danach im Wohncontainer. Die Kollegen und Kolleginnen kommen zum Teil auch aus anderen Ländern und sprechen eine fremde Sprache. Doch alle müssen die Anweisungen der Vorgesetzten und die Bau- und Verlegepläne verstehen, die vor Arbeitsbeginn gründlich studiert werden.A uch wenn heutzutage Hebe- und Transportgeräte und andere Maschinen die Arbeit auf der Baustelle erleichtern, ist sie immer noch körperlich recht anstrengend. Säcke mit Zement oder Sand, Betondachsteine und Tondachziegel oder verschiedene Bauteile müssen gehoben und getragen werden, laufende Maschinen sind laut, Staub und chemische Baustoffe schwirren in der Luft. Viele Tätigkeiten werden im Stehen ausgeübt, manchmal muss über Kopf, kniend, hockend oder in gebückter Haltung gearbeitet werden. Darüber hinaus müssen sich Dachdecker/innen auch auf hohen Gerüsten, Leitern und Dachschrägen sicher bewegen. Dabei scheint nicht immer die Sonne. Mitunter ist es auf Baustellen ganz schön zugig und bisweilen regnet es auch. Der Arbeitsschutz spielt deshalb eine wichtige Rolle, und das Tragen von Schutzbekleidung ist bei dieser nicht ganz ungefährlichen Arbeit unbedingt notwendig.Schließlich muss man sich darauf einrichten, ab und zu nicht zur gewohnten Zeit Feierabend machen zu können. Wenn Fertigstellungstermine eingehalten werden müssen, drängt die Zeit und es fallen dann schon mal einige Überstunden oder Samstagsarbeit an. Im Winter und bei sehr schlechtem Wetter ruht die Arbeit auch manchmal.

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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