Inzwischen ist er ein Fixtermin im Kalender vieler Dachdecker, Spengler und Bauwerksabdichter geworden der Österreichische Dachkongress. Zum dritten Mal luden die Fachzeitschrift "dachwand" und der Veranstalter RedEd zum Branchenevent. Über 480 Teilnehmer waren in die brandboxx Salzburg gekommen, um sich über Neues und Wissenswertes rund ums Dach zu informieren.
Der erste Kongresstag mit dem Schwerpunkt Steildach und Fassade bot ein volles Programm: Darunter das Thema "Thermische Sanierung von ausgebauten Dächern", vorgetragen von Martin Teibinger von der Holzforschung Austria. Nachdem im letzten Jahr in Österreich einige wichtige Normen für das Dachhandwerk erschienen sind, beschäftigten sich die folgenden Referenten konzentriert mit deren Umsetzung in Planung und Praxis. "Sicherheitsausstattung und Klassifizierung von Dächern", "Schneeschutzsysteme auf Dächern" und die "Planung und Ausführung von Unterdächern und Unterspannungen" waren Thema der Ausführungen von Walter Buchegger, Wolfgang Boesau und Werner Linhart.
Auch dabei: wertvolle Inputs zum Denkmalschutz von Walter Hauser vom Bundesdenkmalamt. Und: das immer wichtiger werdende Thema Windsogsicherung im Detail die Befestigung kleinformatiger Dachbaustoffe im Steildach und die Sicherung von Solarpanelen auf dem Dach, aufgegriffen und praxisnah erörtert von Hans Jürgen Krolkiewicz. Eine Einführung in Systembestandteile, Funktionalitäten und bauphysikalischen Vorteile inklusive gestalterischer Möglichkeiten vorgehängter-hinterlüfteter Fassaden brachte Fachverbandspräsident Anton Kogler. Wieso uns (H)Aha-Erlebnisse auch beruflich gut tun, das erlebten die Teilnehmer zum Abschluss des ersten Kongresstages live von und mit Roman Szeliga.
Das eben Gelernte praktisch anwenden konnte man dann beim Abendprogramm: Der zweifache österreichischer Staatsmeister Christian Lehotzky verzauberte mit seiner Bühnenshow die Gäste. Danach luden Bauder, "dachwand" und RedEd Teilnehmer und Aussteller zum Buffet und gemütlichen Networking.
Der zweite Tag des Dachkongresses widmete sich ganz dem flach geneigten Dach. Gerold Steinbauer, Präsident des Österreichischen Verbands für Bauwerksbegrünung informierte über die Planung, Ausführung und Erhaltung von Grünflächen auf Dächern und ging besonders auf die Schnittstelle Dachabdichtung Dachbegrünung ein. "Schäden bei Holzleichtdächern als Warmdach Problemstellung und Lösung für die weiterverarbeitenden Dachhandwerker" war dann das Thema des Flachdachexperten und Sachverständigen Gerhard Freisinger.
Ein bei Unternehmern eher unbeliebtes Prozedere erläuterte im letzten Vortrag des Dachkongresses Albert Schützinger: "Wenn das Finanzamt klingelt praktische Abwicklung einer Betriebsprüfung". Schließlich ist es gut zu wissen, wie man sich im Fall des Falles richtig verhält.