Mehr Praxisnähe geht nicht: Die Auszubildenden der Dachdecker-Innung Düsseldorf starten im August 2008 ein einzigartiges Ausbildungsprojekt. Auf dem Lehrplan für die überbetriebliche Ausbildung steht die Sanierung des Flachdaches des Schwimmbades St. Josef-Stift in Düsseldorf-Rath.
Mehr Praxisnähe geht nicht: Die Auszubildenden der Dachdecker-Innung Düsseldorf starten im August 2008 ein einzigartiges Ausbildungsprojekt. Auf dem Lehrplan für die überbetriebliche Ausbildung steht die Sanierung des Flachdaches des Schwimmbades St. Josef-Stift in Düsseldorf-Rath. Das St. Josef-Stift ist das Zuhause für 250 meist schwerbehinderte Menschen. Das Schwimmbad wird für therapeutische Zwecke und von der Gemeinde und Vereinen für Babyschwimmkurse genutzt. Doch damit wäre bald Schluss. Die umfassende Sanierung ist eigentlich schon lange überfällig. Doch die Umsetzung scheiterte bisher an den finanziellen Mitteln. Als die Dachdecker-Innung davon erfuhr, reifte der Plan: Alle notwendigen Maßnahmen zum Erhalt des Schwimmbaddaches übernimmt die Innung mit ihren Mitgliedsbetrieben. Diese stellen hierfür ihre Auszubildenden kostenlos zur Verfügung. Im "Gegenzug" erhalten die Lehrlingen dafür eine einzigartig praxisnahe Ausbildung am Objekt. Unter Leitung des Dachdeckermeisters Rudolf Braun jun. werden die insgesamt 20 Lehrlinge die Sanierungsmaßnahme der 280 qm großen Dachfläche von der Planung bis zur Ausführung übernehmen. Die Arbeiten umfassen die Gerüstplanung, die Wärmedämmung gemäß Energieeinsparverordnung, die Bitumenabdichtung, die Sanierung der umlaufenden Attika, die Erneuerung von rund 120 Metern Dachrinnen sowie weitere Detailausführungen. Während der Sanierungsmaßnahmen wird der Berufsschulunterricht vor Ort in den Räumen des St. Josef-Stifts stattfinden. Gesponsert wird diese Berufsschulbegleitende Maßnahme von den Firmen Janssen, Pebol und Blitz-Container.