Der neue Rollladen bietet den Bewohnern umfangreichen Schutz und viel Komfort unter dem Dach: Im Sommer heizt sich der Wohnraum weniger auf, im Winter verbessert er die Dämmung des Fensters und hält so mehr Wärme im Raum.
Darüber hinaus bieten Rollläden erhöhten Lärmschutz und erschweren Einbrechern das Handwerk. Das Austauschen der Fenster war nicht Voraussetzung zur Montage des Rollladens. Es können auch Dachfenster (Velux) mit Rollläden nachgerüstet werden. Durch eine passgenaue Fertigung ab Werk lassen sie sich auf ältere Dachfenster problemlos montieren. Die Rollläden werden vom Hersteller in drei Bedienvarianten (manuell, elektrisch und solarbetrieben) angeboten.
Nachrüstung mit einem Solar-Rollladen
Der Bauherr entschied sich für die solarbetriebene Variante. Diese ist für den nachträglichen Einbau besonders geeignet, denn weder für den Betrieb noch für die Steuerung sind Kabel notwendig. In der Energieversorgung ist der Rollladen autark; eine integrierte Solarzelle sorgt für ausreichend Strom auch in der dunklen Jahreszeit. Da keine Kabel im Innenraum verlegt werden mussten, entfielen lästige Renovierungen, wie Tapezier- und Malerarbeiten. Dies sparte dem Bauherrn Zeit und Geld und vermied Belastungen durch Lärm und Schmutz. Für Neubauten ist der (kabelgebundene) Elektro-Rollladen die richtige Lösung, dieser ist für den Direkteinbau mit dem Dachfenster zu empfehlen. Bei beiden Versionen können Lichteinfall und Verdunkelung bequem per Knopfdruck über eine Funkfernbedienung reguliert werden. Zunächst bestimmten der Bauherr und der Dachdecker den Fenstertyp, um den passenden Rollladen aus dem Sortiment herauszusuchen. Rollläden und Dachfenster des Herstellers sind passgenau aufeinander abgestimmt, wodurch sich das richtige Produkt schnell und einfach ermitteln lässt. Im geöffneten Zustand gibt ein Schild (oben rechts am Fensterflügel) Auskunft über den Typ und die Größe des Dachfensters. Diese beiden Angaben genügten, um den passenden Rollladen zu bestellen. Die Montage war von innen möglich und ein Betreten des Daches für das Nachrüsten des Solar-Rollladens nicht notwendig.
Abstimmung Fernbedienung und Rollladen
Bevor der Handwerker mit der Montage am Dachfenster startete, hatte er den Solar-Rollladen und die Fernbedienung aufeinander abgestimmt, damit die Ansteuerung per Funk einwandfrei funktioniert. Dafür wurde die Abdeckung auf der linken Seite des Rollladenkastens abgenommen, hinter der das Steuermodul der Solarzelle liegt. Der zum Vorschein kommende Schalter kann in zwei Positionen stehen. Zur Abstimmung mit der Fernbedienung wird er auf die Position 1 gerückt. Für cirka zehn Sekunden hielt der Handwerker den Knopf P gedrückt: Der Rollladen fährt aus dem Topkasten wenige Zentimeter heraus und wieder hinein (Motorengeräusch); damit bestätigt er die Funktionalität. Nachdem dann der Reset-Knopf der Funkfernbedienung betätigt wurde, signalisierte das erneute Motorengeräusch die Funktionsfähigkeit; so schnell lässt sich der solarbetriebene Rollladen aktivieren. Wichtig zu wissen: Ab diesem Zeitpunkt darf die Fernbedienung nicht mehr benutzt werden, bis der Rollladen vollständig montiert ist. Der Dachhandwerker begann mit den Vorbereitungen am Dachfenster. Er entfernte vorübergehend die unteren U-Profile. In das untere Abdeckblech des Fensterflügels wurde rechts und links je ein drei Millimeter großes Loch in die Markierung gebohrt und nacheinander das untere Abdeckblech und die unteren U-Profile wieder montiert. Anschließend waren die oberen U-Profile vorübergehend abzuschrauben. Mit Ausnahme der obersten Schraube wurden alle Blechschrauben am seitlichen Abdeckblech entfernt. Sollte an dieser Position eine Markierung statt einer Schraube vorhanden sein, muss das Loch einfach nachgebohrt werden, ohne die seitlichen Abdeckbleche abzunehmen. Um eine optimale Abdichtung zu erreichen, klebte der Handwerker Butylpads als Dichtungsmaterial direkt auf die Schraubenlöcher. Zunächst befestigte der Dachhandwerker die Seitenbleche des Rollladens mithilfe der gelieferten Schrauben. Hier ist wichtig, dass die Seitenbleche unter der Gummidichtung montiert werden. Um die oberen U- Profile wieder korrekt montieren zu können, genügte es, die Schrauben im Markisenkasten (rechts und links außen) zu lockern. Als nächster Schritt stand die Montage des Topkastens an. Dafür setzte der Dachhandwerker das Rollladen-Oberteil mit integrierter Solarzelle in die Führungsnuten der Seitenbleche ein. Die Gummischürze musste glatt und dicht am Eindeckrahmen-Oberteil anliegen. Anschließend wurde der Topkasten mit den Seitenblechen verschraubt. Nachdem die seitlichen Führungsschienen des Rollladens montiert waren (in denen die ausgeschäumten Lamellen laufen), mussten nur noch die Splinte für die Scharniere eingesetzt und die Öffnungsbegrenzer mit den Seitenblechen verschraubt werden. Damit war die Montage des Solar-Rollladens abgeschlossen.
Thomas Hirschbiel