Der Oberflächenschutz wird im Regelfall durch eine Kiesschicht hergestellt. Die Kiesschicht übernimmt hierbei mehrere Funktionen gleichzeitig.
Sie schützt die Wärmedämmung vor UV-Strahlung, verhindert ein Aufschwimmen der Wärmedämmung bei starkem Niederschlag, schützt vor Flugfeuer und übernimmt die Funktion der Windsogsicherung. Die Kiesschichtdicke (Körnung 16/32 mm) sollte in der Regel der Dämmstoffdicke entsprechen. Sie kann aber durch den Einbau eines geeigneten diffusionsoffenen Geotextil reduziert werden. Die Schichtdicke beträgt dann 5 cm, kann aber bei hohen Gebäuden bzw. in den Eck und Randbereichen des Daches auch dicker ausfallen. Weiter verhindert das Vlies das Eindringen von Gesteinsteilchen in die Plattenstöße und sorgt dafür, dass bei einem Aufschwimmen der Wärmedämmung (Wolkenbruch und oder verstopfte Dachabläufe) sich diese wieder gleichmäßig absenkt, ohne dass es zu Verwerfungen der Wärmedämmplatten kommt. Ist das Vlies wasserabweisend eingestellt, so kann unter Umständen bei der Bemessung des U-Wertes sogar auf den U-Zuschlag verzichtet werden. Neben der sicherlich am häufigsten gebauten Variante des Umkehrdaches mit Kiesschicht werden Umkehrdächer je nach Nutzung und Anspruch des Bauherrn auch als Umkehrdach befahrbar, Umkehrdach begrünt und Umkehrdach als Terrasse gebaut. In diesen Fällen übernimmt der Dachaufbau die selbe Funktion wie die Kiesschicht beim bekiesten Umkehrdach muss aber gleichzeitig die für die gedachten Nutzung erforderlichen Eigenschaften aufweisen. Im Gegensatz zum Gründach, wo ein Fachplaner möglichst immer an der Planung beteiligt sein sollte, sind die Aufbauten bei befahrbaren Umkehrdächern und Umkehrdächern als Terrasse soweit standardisiert bzw. in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen so detailliert beschrieben, dass in diesen Fällen ein Spezialist nicht zwingend notwendig ist. Wobei es sich, gerade bei großen Bauvorhaben immer empfiehlt einen Spezialisten zu konsultieren.