82 Dachdeckgesellen und drei Gesellinnen starten ab sofort in Mayen ihre Weiterbildung zum staatlich anerkannten Fachleiter für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Lesen Sie, wer Ihnen gute Wünsche auf dem Weg zur Meisterprüfung gab.
In der Aula des Bundesbildungszentrums Mayen begrüßte Dr. Johannes Karduck 85 erwartungsvolle Gesellen genauso viele wie im Vorjahr. Traditionell startet das neunmonatige Vorbereitungsstudium auf die staatliche Abschlussprüfung zum "Fachleiter für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik" in Verbindung mit der "Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk" Mitte August am Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks (BBZ) in Mayen.
In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste beglückwünschte Schulleiter Karduck die angehenden Meister(innen) zum Entschluss sich beruflich weiterzubilden und die Meisterprüfung zu erwerben. Humorvoll prophezeite er Ihnen - Anhand der zehn Kölschen Gesetze - einen positiven Abschluss: "Et hätt noch immer jot jegange". Dennoch forderte er sie auf mit Elan und Fleiß die sicherlich nicht einfache Studienzeit anzugehen. Positive Unterstützung gaben einige Grußwortredner, zum Beispiel auch Bernhard Mauel. erster Beigeordneter des Landkreis Mayen-Koblenz und nebenberuflicher Dozent am BBZ. Mauel gab einen Einblick über die gefühlte Stimmungslage in den Gemeinden und die Auswirkungen des Konjunkturprogramms. "Die umfassende energetische Sanierung der Schulen hat leider noch nicht stattgefunden", ein Bereich, in dem gerade die Dachdecker ihre Kompetenz zeigen können.
Ulrich Sparrer und Karl-Heinz Bischoff wünschten den Teilnehmern im Namen des Berufsbildungswerks, des Vereins ehemaliger Mayener Meisterschüler und des Prüfungsausschusses ebenfalls alles Gute: "Hier am BBZ erhalten Sie eine super Vorbereitung auf die angehende Prüfung", so Sparrer.
Meisterbrief ist und bleibt Verbraucherschutz
"Qualifikation und Weiterbildung sind unverzichtbare Investitionen in die eigene Zukunft", so ZVDH-Vizepräsident Fred Georg Schneider. Er betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des Meisterbrief, dieser sei ein Qualitätsmerkmal und gleichzeitig Verbraucherschutz für Bauherrn: "Der Meisterbrief ist Garant dafür, dass der Inhaber sein Handwerk meisterlich beherrscht". Trotz Wirtschaftskrise sei der Dachdeckerberuf immer noch sehr gut angesehen, mit einer Meisterprüfung natürlich umso besser: "Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind also sehr gut. Wenn Sie deshalb heute so einhellig ein überzeugtes "ja" zu Ihrer Meisterausbildung sagen, sollte dem ein ebenso klares "ja" zur Weiterbildungsbereitschaft in den nächsten Jahr Berufsjahren folgen, packen Sie es an", riet Schneider den Teilnehmer und wünschte einen guten Start.
BBZ-Geschäftsführer Artur Wierschem schloss die Semestereröffnung mit der Ansage, dass er davon ausgehe, in neun Monaten alle wieder zu sehen dann jedoch mit wesentlich lockeren Gesichtern und als neue Meisterinnen und Meister.
Johannes Messer