Ob am Flachdach oder in der Bauwerksabdichtung, Flüssigkunststoffe eignen sich insbesondere für Details. Wir zeigen, worauf der Dachdecker bei der Verarbeitung von Innenecke und Co. achten muss.
Flüssigkunststoffe sind zumeist mehrkomponentige Materialien, die flüssig und nahtlos aufgetragen und durch chemische Vernetzungsreaktion oder durch physikalische Trocknung hergestellt werden. Vor der eigentlichen Verarbeitung wird zunächst der Untergrund objektabhängig geprüft und vorbereitet. Falls erforderlich wird eine Grundierung mit speziell dafür entwickelten Systemen aufgetragen.
Anders als mit Bahnenwaren, sollte bei Flüssigkunststoffen erst die Abdichtung der Details erfolgen. Anschließend folgt die regelkonforme Abdichtung der Flächen. Dabei müssen gerade Details wie Dunstrohre, Lichtkuppeln oder Anschlüsse dauerhaft wasserundurchlässig sein. Spezielle, flexible Vliesarmierungen mit aufgedrucktem Raster sparen wertvolle Zeit da der Aufdruck zugleich eine Kontrollfunktion hat: Wenn er nicht mehr sichtbar ist, wurde genügend Harz aufgetragen.
Formteile für ein sauberes Arbeitsergebnis
Für Innen- und Außenecken ebenso wie für Rohrdurchführungen bieten Flüssigkunststoffhersteller vorgefertigte Formteile bzw. Manschetten an. Die Verarbeitung ist aufgrund deutlich weniger „Schneid- und Anpassungsarbeiten“ effizient und sicher: Zunächst legen Verarbeiter Flüssigkunststoff auf die abzudichtende Stelle satt vor. Dann betten sie das vorgefertigte Vlies in das Harz ein und drücken es falten- sowie hohlraumfrei an. Darauf folgt eine zweite Schicht Flüssigkunststoff. Nach circa 45 Minuten Reaktionszeit ist die Detailabdichtung überarbeitbar. Auf die gleiche Weise wird im Nachgang der Wandanschluss mit Rollenware ausgeführt. Abdichtungsharz satt mit im Wandanschlussbereich vorlegen – wichtig: Abdichtungsniveau mit Klebeband abkleben. Anschließend das Spezialvlies im Zuschnitt oder von der Rolle blasenfrei in das frische Harz einlegen und dabei auf eine ausreichende Vliesdurchtränkung achten. Wichtig: Eine maximale Länge der Zuschnitte von 2 m gewährleistet eine ausreichende Durchtränkung. Bei Innenecken wird das Vlies 5 cm um die Ecke geführt und die Falte im Bodenbereich schräg bis zur Ecke eingeschnitten. Anschließend wird der Einschnitt überlappt, wobei darauf zu achten ist, dass sich keine trockenen Vliesstücke überlappen. Bei Außenecken wird das Vlies 5 cm bis über die Ecke geführt und im Bodenbereich bis zur Ecke eingeschnitten. Anschließend wird der Einschnitt um die Ecke gelegt und der freie Bodenbereich wird mit einem zusätzlichen Vlieszuschnitt abgedeckt. Danach das eingelegte Vlies mit einer Schicht Abdichtungsharz satt abdecken.
Hinweis: Gehen Flüssigkunststoffe auf bahnenförmige Abdichtungen über, muss die Überlappungsbreite mindestens 10 cm betragen und die Verträglichkeit des Flüssigkunststoffes und der bahnenförmigen Abdichtung muss vom Hersteller bestätigt werden.

Formteile für sauberes Arbeitsergebnis
Für Innen- und Außenecken ebenso wie für Rohrdurchführungen bieten Flüssigkunststoffhersteller vorgefertigte Formteile bzw. Manschetten an. Die Verarbeitung ist aufgrund deutlich weniger „Schneid- und Anpassungsarbeiten“ effizient und sicher: Zunächst legen Verarbeiter Flüssigkunststoff auf die abzudichtende Stelle satt vor. Dann betten sie das vorgefertigte Vlies in das Harz ein und drücken es falten- sowie hohlraumfrei an. Darauf folgt eine zweite Schicht Flüssigkunststoff. Nach circa 45 Minuten Reaktionszeit ist die Detailabdichtung überarbeitbar. Auf die gleiche Weise wird im Nachgang der Wandanschluss mit Rollenware ausgeführt. Abdichtungsharz satt mit im Wandanschlussbereich vorlegen – wichtig: Abdichtungsniveau mit Klebeband abkleben. Anschließend das Spezialvlies im Zuschnitt oder von der Rolle blasenfrei in das frische Harz einlegen und dabei auf eine ausreichende Vliesdurchtränkung achten. Wichtig: Eine maximale Länge der Zuschnitte von 2 m gewährleistet eine ausreichende Durchtränkung. Bei Innenecken wird das Vlies 5 cm um die Ecke geführt und die Falte im Bodenbereich schräg bis zur Ecke eingeschnitten. Anschließend wird der Einschnitt überlappt, wobei darauf zu achten ist, dass sich keine trockenen Vliesstücke überlappen. Bei Außenecken wird das Vlies 5 cm bis über die Ecke geführt und im Bodenbereich bis zur Ecke eingeschnitten. Anschließend wird der Einschnitt um die Ecke gelegt und der freie Bodenbereich wird mit einem zusätzlichen Vlieszuschnitt abgedeckt. Danach das eingelegte Vlies mit einer Schicht Abdichtungsharz satt abdecken.
Hinweis: Gehen Flüssigkunststoffe auf bahnenförmige Abdichtungen über, muss die Überlappungsbreite mindestens 10 cm betragen und die Verträglichkeit des Flüssigkunststoffes und der bahnenförmigen Abdichtung muss vom Hersteller bestätigt werden.

Selbstklebend für Fugen und Materialüberbrückungen
Selbstklebende Spezialvliese eignen sich insbesondere für Arbeitsfugen, auf Isokörben oder zur Überbrückung von Materialien, auf denen sonst keine ausreichende Haftung möglich ist. Zuerst erfolgt die Fixierung auf dem Untergrund mittels Butylstreifen. Die Vliesseiten werden hochgeklappt und dann das Harz darunter verteilt. Danach betten Verarbeiter die Polyesterfaser ein und schließen die Abdichtung mit einer weiteren Harzschicht ab.
Michael Klein