BAU

10. January 2011 | Teilen auf:

Die BAU boomt

Die Nachfrage der Unternehmen an der BAU ist so groß wie lange nicht mehr. 180.000 Quadratmeter Hallenfläche sind belegt, Top-Themen sind in diesem Jahr Nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz.

Auf der Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme, die vom 17. bis 22. Januar 2011 auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet, präsentieren sich rund 1.900 Aussteller aus etwa vierzig Ländern. Die Messeleitung erwartet mehr als 210.000 Besucher aus etwa 150 Ländern. Das Angebot ist nach Baustoffen, Produkt- und Themenbereichen gegliedert zukunftsweisende Themen wie Nachhaltiges Bauen spielen dabei quer durch alle Ausstellungsbereiche eine bedeutende Rolle. Der eigentlich aus der Forstwirtschaft stammende Begriff der Nachhaltigkeit hat im Zuge von Klimawandel und Energiediskussion Karriere gemacht. Auch in der Bauwirtschaft dreht sich alles um das Thema Nachhaltigkeit. Produkte und Materialien, die den Kriterien der Nachhaltigkeit entsprechen, wird man bei den Ausstellern an allen Ecken und Enden finden. Die ausstellende Industrie reagiert damit auf die Anforderungen von Investoren und Immobilienbesitzern, denn klar ist: Immer mehr Investoren wollen in den kommenden Jahren in zukunftssichere Gebäude investieren, da diese deutlich besser zu vermarkten sein werden.

Nachhaltiges Bauen und Planen ist zudem das Top-Thema in den Veranstaltungen des Rahmenprogramms. So wird es beispielsweise in den Foren der BAU, insbesondere im Forum "Zukunft des Bauens", zahlreiche Vorträge dazu geben. Experten gehen auf die konkreten Anforderungen der Zukunft ein und veranschaulichen diese anhand realer Projektbeispiele.

Die Diskussionen rund um das nachhaltige und ökologische Bauen fördern die weiterhin hohe Nachfrage nach solarthermischen Anlagen zur Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung. Dabei sind zunehmend ästhetisch ansprechende Lösungen gefragt, die sich harmonisch in neue oder bereits bestehende Dachgestaltungen einfügen. Der Kollektor und der Eindeckrahmen werden inzwischen oft als vorkonfektionierte Einheiten angeboten, die eine schnelle und unkomplizierte Verlegung ermöglichen. Flache Bauformen und eine fachgerechte Verlegung durch einen anerkannten Handwerksbetrieb sorgen für eine Optik aus einem Guss.

Ausstellungsbereiche Klempner

Die BAU 2011 belegt die komplette Hallenfläche der Neuen Messe München und bietet traditionell die ganze Bandbreite des Planens, Bauens und Gestaltens an. In den Hallen B1, C1 und B2 geht es um Fassadensysteme sowie um Profile aus Aluminium und Stahl. Schwerpunkt für die Hersteller der Klempnerbranche ist die Halle B2. Hier präsentieren die bekannten Branchenpartner Dach- und Fassadensysteme aus Kupfer, Zink und Aluminium mit den verschiedenen Oberflächen sowie Bausysteme aus Aluminium. Auch die Stahlhersteller und -verarbeiter sind aus der Halle B3 in diesen Kreis eingezogen. Weitere Schwerpunkte in Halle B2 beschäftigen sich mit Themen rund um die Solartechnik, wie Fotovoltaik, Solarthermie und dem erforderlichen Zubehör. Der insgesamt 30.000 Quadratmeter große Ausstellungsbereich umfasst auch Maschinen und Werkzeuge zur Aluminium- und Stahlbearbeitung.

Neu gegenüber 2009: Erstmals gibt es auf der BAU ein Freigelände nördlich der Halle B5. Neben der Sonderschau "Textile Architektur" präsentiert sich dort auch das Projekt "Solar Decathlon" mit dem international prämierten Haus der Fachhochschule Rosenheim. Darüber hinaus werden Produkte und Lösungen in den Bereichen temporäre Bauten, Infrastrukturbau und Geothermie vorgestellt. Gemeint sind beispielsweise Gebäude, Bauwagen und Container sowie Hallen, Zelte und die dazugehörenden Systeme, Bauteile und Komponenten.

BAU IT: Planen und verwalten

Ebenfalls neu: Die BAU IT rückt in den nördlichen Bereich der Halle C3, mit direktem Anschluss zum Eingang Nord und bildet einen eigenen Ausstellungsbereich. Mit rund 6.000 Quadratmeter Fläche legt die größte Schau dieser Art in Europa noch einmal zu. Rund 80 Aussteller präsentieren dort Soft- und Hardwarelösungen für die Baubranche. Modernes Bauen, Sanieren, Modernisieren oder auch das Betreiben von Gebäuden ist heute ohne die entsprechende Software nicht mehr vorstellbar. Sie hilft, strukturiert zu arbeiten, Fehler zu vermeiden, sowie Termin- und Kostenvorgaben einzuhalten. Die Besucher der BAU IT erwartet ein breit gefächertes Angebot aus den Bereichen Entwurfsplanung, Building Information Modeling, Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung, Projektplanung, Projektmanagement und Controlling. Zur BAU 2011 ist wieder mit einer Vielzahl von Innovationen und Neuheiten zu rechnen.

Weitere Informationen:

www.bau-muenchen.com