Markt 2016-05-30T00:00:00Z Die Techadores aus Alemania

Rund 160 km wanderten im Mai deutsche Dachdecker auf den Jakobsweg. In ihrer traditionellen Zunftkleidung waren die "Techadores aus Alemania" ein Magnet für andere Pilger.

Der Weg wächst unter den Füßen







In den 6 Pilgertagen an denen jeweils eine Wegstrecke von rd. 25 km zu bewältigen ist, wächst, so sagt ein Gleichnis, „der Weg unter den Füßen“. Durch das unbeschwerte Gehen, die Gleichförmigkeit der Schritte und die vielen unvergesslichen Eindrücke der Menschen und Landschaften auf dem Jakobsweg erholen sich Körper, Geist und Seele von dem Mühen des Alltags. Viele Pilger beschreiben die Empfindung, dass mit jedem Schritt die Last des Alltags kleiner wird und neue kreative Ideen und Kräfte aufkeimen. Ein strahlendes Lachen und einen zufriedenen Gesichtsausdruck zeigten alle Dachdecker-Jakobspilger schließlich, als sie vor dem Nordportal der Kathedrale in Santiago de Compostela standen. Mit herzlichen Umarmungen bedankten sich alle untereinander für die schöne Pilgerzeit miteinander und die wertvollen Gespräche. Danach betraten alle andächtig die Kathedrale um von einem Gang hinter dem Altar den heiligen Jakobus zu umarmen. Auf diese Weise sagen viele Pilger Ihrem Schutzpatron „Danke“ für ihren mehr oder minder schweren Weg zu sich selbst. Die Pilgermesse mit dem berühmten Schwenken des Butafumeiros, einem übergroßen Weihrauchfass, eine Stadtführung und eine sehr interessante Besichtigung der Dächer der Kathedrale rundeten am letzten Tag die diesjährige Dachdecker-Pilgerreise ab. Bei dem letzten gemeinsamen Abendessen in einem renommierten Lokal in Santiago waren sich alle Teilnehmer einig, dass ihnen dieser Jakobsweg viele Empfindungen und Erfahrungen gegeben hat, die sie sich vorher kaum so vorgestellt hatten. Die Frage nach einer Wiederholung eines Pilgerweges wurde daher mit einem eindeutigen „gerne wieder“ beantwortet. Auch im Jahr 2017 wird die GFW-Dach mbH einen Dachdecker-Jakobsweg veranstalten. Dieses Mal jedoch über einen anderen „Camino“, der zwar auch in Santiago endet aber nicht mehr in den galizischen Bergen beginnt.

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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