News 2011-10-12T00:00:00Z Die Werte des Wandels

In Berlin trafen sich die Top Manager aus der Dachbranche auf Einladung des ZVDH zum diesjährigen Dachkonvent. Im Mittelpunkt: Social Media und der Wandel von Markt und Medien. Ein höchst interessanter Gedankenaustausch war das Ergebnis.

Zwar stand die Unglückszahl 13 vor dem diesjährigen Dachkonvent, doch dem guten Verlauf des diesjährigen 13. Treffen der Spitzen der Dachbranche tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Zwei Gipfeltreffen prägten diesmal die Tage in Berlin. Nach dem Dachkonvent fand an gleicher Stelle der

2. Deutsche Bauwirtschaftstag

statt, so dass die Gäste des Dachdeckerhandwerks nahtlos in diese Veranstaltung wechseln konnten. Das Thema Social Media prägte diesmal die Inhalte des Dachkonvents und die hohe Teilnehmerzahl zeigte das große Interesse daran. Zum Start hieß es zunächst "Film ab" für Simon, die linke Hand des Handwerks. Als einziger Bauberuf wurden die Dachdecker im Rahmen der Imagekampagne des deutschen Handwerks filmisch dargestellt. Die Teilnehmer quittierten die humorvolle Darstellung durch Comedian Simon Gosejohann mit viel Applaus.

ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig es sei, jungen Leuten den Dachdeckerberuf mit seinen gesamten Aufstiegschancen nahe zu bringen. Die groß angelegte Imagekampagne des deutschen Handwerks, die bereits jetzt als erfolgreich bezeichnet werden könne, werde dabei weiter helfen. Vor dem Hauptthema "Social Media" kündigten der ZVDH-Präsident und sein Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx aktuelle Konjunkturdaten aus dem Dachdeckerhandwerk an. Die Darstellung übernahm in bereits bewährter Form der zuständige Bereichsleiter Wirtschaft- und Unternehmensführung im ZVDH Dipl.-Ök. Felix Fink.

Fast alle Kenndaten für das deutsche Dachdeckerhandwerk sind im ersten Halbjahr 2011 außerordentlich gut. Die Gründe dafür, so Felix Fink, liegen in deutlich günstigeren Witterungsbedingungen, Niedrigem Zinsniveau, aufgestautem Nachholbedarf und fehlender Anlagealternativen für private Auftraggeber. Trotz einer leichten Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten werde die Auftragslage hoch bleiben. Das beeinflusst natürlich die Ertragslage und die Beschäftigtenzahlen positiv. Dennoch warnte Fink in seiner Prognose für die Zukunft auch vor Gefahren, zum Beispiel durch die Schuldenkrise, die hohe Wettbewerbsintensität, den Fachkräftemangel und die zu geringe Eigenkapitalquote vieler Betriebe.

Social Media Fluch oder Segen?

Die Facetten der Social Media Entwicklung und die Auswirkungen auf Märkte und Medien standen im Zentrum des diesjährigen Dachkonvents. In einem Impulsreferat widmete sich Thomas Klauß von Xpoint0 der Frage "Social Media Trend oder Paradigmenwechsel." Xpoint0 informiert und berät zum Thema IT-, Wissensmanagement- und Kommunikationslösungen. Klauß riet vor allen Social Media Aktivitäten genau Absicht und Ziele konzeptionell festzuschreiben. Die Dialoge in diesen Mediensparten erforderten eine authentische und zeitnahe Reaktion. Dies bedeute schnelle und dezentrale Kommunikationswege. Zudem müssten Unternehmen und Institutionen dafür ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen: "Nebenher," so Klauß "ist eine Social Media Kampagne nicht zu steuern. Sie muss strategisch geplant sein, die richtige Sprache verwenden und eine dauerhafte Präsenz haben."

Von A wie App bis Z wie Zeitschriften - Welche Bedeutung haben Fachmedien in der Zukunft, lautete das Thema von DDH Chefredakteurin Elke Herbst. Sie zeigte anhand zweier Studien die immer noch hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit von Fachzeitschriften bei B2B Entscheidungen. Dennoch müsse man sich den neuen Medien und ihren Nutzern offensiv stellen. Das, so ihre Aussage, gelinge am besten durch einen Kommunikationsmix, in dem jedes einzelne Medium, sei es eine Zeitschrift, eine App oder ein

Facebook-Auftritt

ein klares Profil bekäme. In Zukunft werde man eine Erweiterung des Programms von Fachverlagen erleben. Zu den gewohnten Produkten wie Bücher und Zeitschriften, werden Events, Untersuchungen, Messen, Diskussionsforen und Communityangebote hinzukommen.

Elke Herbst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 21/2011.

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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