"Letzte Woche habe ich einem Maler den Auftrag gegeben, weil dieser mir von allen das beste Gefühl gab. Und er war nicht derjenige mit dem günstigsten Angebot", so Ingo Vogel, Verkaufstrainer aus Esslingen, in seinem Vortrag über Emotionale Verkaufsrhetorik: "Man kauft und verkauft neben dem Produkt auch immer Emotionen", so Vogel weiter. Nach seiner Erfahrung seien alle aufgesetzten Verkaufstechniken überflüssig. Es zählt die innere Einstellung zum Verkaufsgespräch.
Detlev Oparo, Der Unternehmer in der Pflicht
Maßnahmen der Deutschen Bau-BG präsentierte Detlev Oparo. Ziel ist, die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu erhalten, zu verbessern und zu fördern. Damit soll langfristig eine Kostenentlastung der Unternehmen erreicht werden. Unterstützung erfährt der Unternehmer durch Aktionen und Kampagnen seiner Berufsgenossenschaft zur Reduzierung des Unfallgeschehens. In diesem Zusammenhang stellte Oparo die Aktionen "Sicher unter der Haube", "Oben bleiben ohne Durchsturz", "Gut Gerüstet" und "PRCD-S -Unschlagbar sicher" beispielhaft vor. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Arbeitsunfälle im Jahr 2012 um 25 Prozent zu reduzieren", so Oparo. Lebhaft diskutierten die Dachdecker mit dem Referenten das Thema Schwarzarbeit.
Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, Energetische Sanierung von Dach und Wand
Welche Chancen die Sanierung der Gebäudehülle bietet, demonstrierte Professor Hauser. Er machte deutlich in welcher Reiheinfolge die Maßnahmen umzusetzen sind: "Zuerst die Energieeffizienz steigern, danach können Sie an die Verarbeitung von Solarlanagen denken", so Hauser. Mittlerweile gibt es Versuche mit Plus-Energiehäusern, die eine positive Energiebílanz erzielen - eine Technik, die in rund zehn Jahren marktreif sein wird. "Die Entwicklung zeigt uns, dass bei der energetischen Sanierung der Gebäudebestand hinterher hinkt - das Bauen im Bestand hat immer noch genügend Potential". Professor Hauser erläuterte anschaulich, welche Dämmsystem für eine luftdichte Gebäudehülle sorgen können. Abschließend erläuterte er zahlreiche Innovationen, wie zum Beispiel Dämmstoffintegrierte Lüftungskanäle.
Professor Peter Glos, Holz ist nicht gleich Holz. Holzqualität und Kennzeichnung
Prof. Peter Glos vom Institut für Holzforschung der Technischen Universität (TU) München referierte zum Thema "Holz ist nicht gleich Holz. Holzqualität und Kennzeichnung". Er stellte die aktuellen Anforderungen der DIN 4074, "Sortierung von Holz nach der Tragfähigkeit" vor und gab einen Ausblick auf die kommenden Änderungen im Zuge der Harmonisierung europäischer Normen. Aufgrund der bekannten Schwindverformung frischen Holzes empfahl er den Anwesenden dringend, nur getrocknetes Holz zu verbauen - gemäß der ATV 18334 sollte die Holzfeuchte bei maximal 18 Prozent liegen. Die Sortierklassen der DIN 4074 böten die entsprechenden Voraussetzungen zur Bestellung des je nach Vorhaben geeigneten Holzes. Die Bestellung nach Norm sei wichtig, da der Handwerker verpflichtet sei, ein Produkt mit zugesicherten Eigenschaften zu verbauen. Ein sachgerechter Bestellvorgang sähe folgendermaßen aus: 1. Bestellung unter Angabe normgerechter Bezeichnungen, 2. Wenn nötig, genaue Angabe der gewünschten Maßtoleranzklasse und Holzfeuchte, 3. Wareneingangskontrolle und zu guter Letzt eine lückenlose Dokumentation der Bestellung. Wer hierzu weitere Informationen benötigt, dem empfahl er die beim Informationsdienst Holz kostenlos herunterladbare Schrift "Holz als konstruktiver Baustoff".
Die DIN 4074 schafft darüber hinaus die Grundlagen, auf Basis der DIN EN 14081 Bauholz mit einem CE-Kennzeichen zu versehen und europaweit zu handeln.