Was hätte ich vor 20 Jahren in meiner Zeit am Technischen Berufskolleg Solingen darum gegeben: eine elektronische Anwendung, mit der ich meinen Wissensstand zu allen Dach-relevanten Fragen jederzeit vertiefen kann und zugleich für die Gesellenprüfung lerne.
Dass eine gute Vorbereitung das A und O ist, zeigt auch unser Titelthema ab Seite 8. Bei der Sanierung der denkmalgeschützten Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz mussten detailreiche Schmuckelemente rekonstruiert werden – Planer, Dachdecker, Hersteller und Denkmalbehörde setzten sich gemeinsam ans Reißbrett. Es entstand ein harmonisches Sanierungskonzept nach historischem Vorbild.
Weniger harmonisch, dafür umso wichtiger ist die Frage: „Was tun, wenn der Chef mal ausfällt?“ Ob im Beruf oder Privat – schnell kann ein Unfall zu einem längeren Ausfall führen. Dann ist es wichtig, dass der Betrieb reibungslos weiterläuft. Der Ordner „Notfallmanagement im Dachdeckerhandwerk“, herausgegeben vom ZVDH, ist ein Leitfaden der den Ablauf im Worst Case-Szenario vereinfachen soll. Im Interview ab Seite 50 erläutern DDM Markus Dürscheidt und ZVDH-Ökonom Felix Fink, warum das Thema so wichtig ist und wie der Ordner die betriebliche und auch private Vorsorge deutlich erleichtert.