Der globale Klimawandel ist und bleibt mit seinen alarmierenden Auswirkungen auf Mensch und Natur eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Längst ist klar: Nur wenn wir die CO2-Emissionen nachhaltig verringern, ist die globale Erderwärmung aufzuhalten. Velux ist sich seiner Verantwortung als Modellunternehmen bewusst und stellt sich dieser Herausforderung mit einer ganzheitlichen Klimastrategie, die auf drei zentralen Säulen basiert: der Reduktion der durch Velux verursachten CO2-Emissionen, der stetigen Weiterentwicklung energieeffizienter Produkte sowie das Engagement für das Bauen und Wohnen der Zukunft.
Für die Reduktion der selbst verursachten CO-Emissionen hat die Velux Gruppe klare Ziele formuliert: Bis 2020 will das Unternehmen den eigenen CO-Ausstoß von weltweit 100.000 Tonnen im Jahr 2007 auf rund 50.000 Tonnen halbieren. Hierfür steht ein Investitionsrahmen von insgesamt 54 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei die Produktionsstätten in elf Ländern ein, denn bei Velux entstehen über 90 Prozent der CO-Emissionen bei Herstellung, Verarbeitung und Entsorgung der Produkte.
Nachhaltige Wärmeerzeugung reduziert fossilen Brennstoffverbrauch
In Sonneborn bei Weimar produziert der Dachfensterhersteller Holz- und Kunststofffenster sowohl für den deutschen Markt als auch für den europaweiten Export. Bereits im Jahr 2006 wurde hier die Gasheizung durch eine Spänefeuerungsanlage ergänzt. Hierbei werden die bei der Fensterproduktion anfallenden Holzspäne gesammelt und als Brennstoff für die Erzeugung von Heizenergie bzw. Warmwasser genutzt. Für die technischen Komponenten der neuen Anlage, darunter zwei Heizkessel mit einer Kapazität von jeweils 2,5 Megawatt, wurde ein neues Gebäude errichtet. Die bei der Verbrennung entstehenden Abgase werden gereinigt und über einen 20 Meter hohen Schornstein an die Luft abgegeben. Insgesamt reduziert die Spänefeuerungsanlage den jährlichen Gasverbrauch des Werks in Sonneborn um rund 90.000 Kubikmeter. So können CO-Emissionen in Höhe von bis zu 2.000 Tonnen vermieden werden. Zugleich realisiert Velux Kosteneinsparungen durch die Verwertung der Holzspäne als regenerative Energiequelle – im Jahr 2011 waren es knapp 100.000 Euro –, sodass sich die Investitionssumme von 900.000 Euro nach neun bis zehn Jahren amortisiert haben wird. Für weitere Energieeinsparungen sorgt eine Wärmerückgewinnungsanlage in der Glashärterei. Sie nutzt die beim Härten von Fensterscheiben entstehende Abwärme des Härteofens zum Beheizen der Gebäude und reduziert so den jährlichen CO-Ausstoß um weitere rund 490 Tonnen.
Solarstrom reduziert CO-Emissionen
Zur Verbesserung der CO-Bilanz am Standort Sonneborn tragen außerdem Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von ca. 6.000 Quadratmetern bei, die 2011 auf den Dächern und an den Fassaden von zwei Produktionshallen installiert wurden. Der von ihnen erzeugte Solarstrom in Höhe von über 300.000 kWh reduziert den jährlichen CO-Ausstoß um weitere 240 Tonnen. Aber nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht lohnt sich die solare Stromerzeugung: Dank der jährlichen Vergütung von ca. 80.000 Euro für den Solarstrom wird sich die Investitionssumme in Höhe von 600.000 Euro für die mit einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren berechneten Anlage bereits nach acht bis neun Jahren amortisiert haben.
Auch für die Senkung des Energieverbrauchs im Vertrieb und in der Verwaltung und der damit einhergehenden Minderung des CO-Ausstoßes wurde ein zentraler Katalog mit Maßnahmen erarbeitet. Diese reichen vom Stromsparen durch bedarfsgesteuerten Energieeinsatz bis hin zu Schulungen, um das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Klimaproblematik zu schärfen.
Insgesamt zeigen die bisher vorliegenden Ergebnisse, dass die Velux Gruppe bei der Reduzierung der selbst verursachten CO-Emissionen auf dem richtigen Weg ist: In Sonneborn konnte der jährliche CO-Ausstoß dank der nachhaltigen Energieproduktion bereits um über 2.700 Tonnen gesenkt werden. Weltweit haben die bis Ende 2011 im Rahmen der Klimastrategie getätigten Investitionen in Höhe von bislang 11 Millionen Euro und die umgesetzten Maßnahmen bereits zu einer Reduzierung der Velux eigenen CO-Emissionen um 15.000 Tonnen geführt.