Einen Meilenstein in Sachen Zusammenarbeit und Weiterbildung haben die Landesinnungsverbände des Bayerischen Dachdecker- und Zimmererhandwerks mit dem ersten bayerischen Dachdeckungskongress gesetzt. Er fand Mitte April in Beilngries im Landkreis Eichstätt statt.
Das Interesse der Betriebe war so groß, dass die Veranstaltung bereits nach wenigen Tagen mehrfach überbucht war. Deshalb organisierten die Initiatoren kurzfristig eine Folgeveranstaltung im Mai. Insgesamt nahmen rund 250 Fachleute aus dem Dachdecker- und Zimmererhandwerk teil.
Landesinnungsmeister A. Ewald Kreuzer vom Landesinnungsverband des Bayerischen Dachdeckerhandwerks und Zimmerer-Präsident Peter Aicher zeigten sich erfreut über die große Resonanz . Dipl.-Ing. Wolfgang Werner, Leiter des Kompetenzzentrums Dachtechnik Waldkirchen referierte über "Zusatzmaßnahmen unter Dachziegel- und Dachsteindeckungen", Fritz Stockinger, Geschäftsführer Klöber, sprach über die "fachgerechte Ausführung von Unterspann- und Unterdeckbahnen und deren Zubehör" und Michael Schintze von der Firma Pavatex informierte über die "fachgerechte Ausführung von Unterdeckplatten aus Holzweichfasern". Besondere Beachtung fand das Referat von Markus Schlichter, technischer Berater beim Landesinnungsverband des Bayerischen Kaminkehrerhandwerks. Er erläuterte die fachgerechte Planung und Montage von "Kaminen und Abgasleitungen im Dachbereich". Josef Frank, Vorstandsmitglied im bayerischen Dachdeckerhandwerk und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, rundete den gesamten Themenkomplex mit seinem Vortrag "Dachdeckerarbeiten aus dem Blickwinkel eines Sachverständigen" praxisgerecht mit vielen Tipps ab. Nach der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten einig: Diese Kooperation hat Zukunft und soll in Bayern in vergleichbare Weise weitergeführt werden. A. Ewald Kreuzer: "Das Dachdecker- und das Zimmererhandwerk in Bayern haben erkannt, dass die Abgrenzung nicht zwischen den Gewerken stattfinden muss. Es geht vielmehr darum, in der Öffentlichkeit den Unterschied zwischen organisierten Qualitätsbetrieben und nicht-organisierten Betrieben klar zu machen, die keine Möglichkeiten haben, an solchen wichtigen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen."