Balkonähnliche Dachaustritte vergrößern den Wohnkomfort und verursachen kaum Zusatz¬aufwand für Dachhandwerker. DDM Willi Gans setzte bei der Sanierung eines Wohnhauses in Dreieich zwei „Dachcabrios“ ein – wir zeigen worauf es bei der Montage ankommt.
Französische Fenster, also bis zum Fußboden reichende Verglasungen, sind heute ein wichtiges Ausstattungsmerkmal im Wohnungsbau. Dies gilt nicht nur für senkrechte Fenster in den Fassadenflächen von Vollgeschossen, sondern auch für ausgebaute Dachgeschosse. Mit Fensterverlängerungen nach unten oder mit Dachfensterkombinationen übereinander lassen sich lichtdurchflutete Räume mit großzügigem Ausblick schaffen. Daher bietet gerade das Dach dem Dachhandwerker vielfältige Möglichkeiten, lichte Flächen zu schaffen. Ein Stück Freiheit unter dem Dach gewinnt der Kunde mit einem Dachaustritt. Diese Lösung vereint gleich 2 Vorteile: Neben dem freien Blick vom Fußboden bis fast zum First wird im Handumdrehen ein balkonähnlicher Dachaustritt. Während sich der obere Fensterflügel bis 45° öffnen lässt, kann der untere Flügel zusammen mit dem Geländer nach außen geklappt werden. Der Dachhandwerker bietet seinem Kunden damit einen echten Mehrwert durch das Erlebnis von Sonne, Luft und Ausblick. Dabei erhöht sich gleichzeitig die Wertschöpfung im eigenen Unternehmen.
Denn in der Montage entspricht der Dachaustritt weitgehend den normalen Dachfenstern, sodass kaum Zusatzaufwand entsteht. Ebenso werden keine Spezialwerkzeuge oder besonderen Schulungen benötigt. Unterschiede ergeben sich lediglich aus dem zweigeteilten Aufbau des Bauteils sowie aus der Berücksichtigung des Geländers. Bei der umfangreichen Sanierung eines Wohnhauses im hessischen Dreieich wurde die Fassade neu gestaltet, ebenso erhielt das Dach eine neue Deckung aus Betondachsteinen. Besonderer Wunsch der Bauherrn für das Dachgeschoss – zwei große, nebeneinanderliegende Velux Cabrio-Fenster. Mit der Ausführung sämtlicher Dacharbeiten wurde das Bedachungsunternehmen Willi Gans GmbH aus Dreieich beauftragt.
Vertraute Handgriffe
Bei der Vorbereitung der Dachöffnung für die beiden zweiflügeligen Dachfenster sind neben der Ober- und Unterkante des Fensters auch die erforderlichen Höhen der Brüstung und des Geländers zu beachten, die aus der jeweils zutreffenden Landesbauordnung zu entnehmen sind. Die jedem Fenster beiliegende Einbauanleitung enthält eine übersichtliche Tabelle mit den jeweiligen Höhen in Abhängigkeit von der Dachneigung. Ist die exakte Einbauhöhe festgelegt, folgt der Dachausschnitt mit den erforderlichen Wechseln. Erster Einbauschritt ist das Einlegen des Dämm- und Anschlussrahmens in den vorbereiteten Dachausschnitt. Anschließend werden – für eine einfachere Montage mit entfernten Fensterflügeln – das Unter- und dann das Oberteil des Fensters in der Öffnung ausgerichtet und zunächst mit nur einer Schraube in den Langlöchern der vorher angebrachten Montagewinkel befestigt.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 11/2013.