Zur Einweihung der Libeskind-Villa auf dem Firmengelände von Rheinzink hatten sich zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland eingefunden. Architekt Daniel Libeskind erläuterte die visionär anmutende Architektur, Rheinzink-Geschäftsführer Ulrich Grillo wies auf die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Bauweise hin.
Mit Projekten wie dem Royal Ontario Museum in Toronto, dem Denver Art Museum oder dem Jüdischen Museum in Berlin ist Architekt Daniel Libeskind aus New York bekannt geworden. Jetzt hat er ein skulpturales Wohnhaus entworfen, das in einer limitierten Edition von weltweit dreißig Objekten realisiert werden soll. Die Vermarktung erfolgt über die Proportion GmbH. Das junge Berliner Unternehmen hat sich zur Aufgabe gestellt, Leistungen führender Architekturbüros, die gewöhnlich öffentlichen Auftraggebern vorbehalten sind, auch für Privatpersonen weltweit zugänglich zu machen.
In nur wenigen Monaten entstand der Prototyp der Libeskind-Villa. Der leicht umgewandelt - vom Dattelner Unternehmen multifunktional wie dem Empfang von Gästen und Partnern oder zur Durchführung von Konferenzen und Ausstellungen genutzt werden kann. Die asymetrische Form des Gebäudes gleicht einem Kristall geprägt von einer Zinkfassade, durchbrochen von großen verglasten Wandflächen, sowie einer Zinkdeckung des Daches mit integrierter Solaranlage. Das Tragwerk wurde in Holzrahmenbauweise errichtet. Beim Aufbau wurde auf ausgewählte Partnerfirmen zurückgegriffen, die mit komplexer Architektur und hohem Anspruch an Detailgenauigkeit vertraut sind. Mit der Libeskind-Villa zeigt Rheinzink die Möglichkeiten auf, architektonisch, energetisch und wirtschaftlich zu bauen. In DDH 19.2009 haben wir das Designobjekt ausführlich vorgestellt.
Gäste aus dreißig Nationen
Als der Geschäftsführer Vertrieb, Dr. Michael Knepper, bei der Eröffnungsfeier ans Mikrofon trat, hatte sich das Festzelt mit über 350 Gästen aus dreißig Nationen gefüllt. Besonders begrüßte er die Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik, unter ihnen ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider. Sie alle waren gekommen, um der Einweihung der Libeskind-Villa auf dem Firmengelände in Datteln beizuwohnen. In seinem Grußwort an die Gäste wies der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ulrich Grillo, darauf hin, das Rheinzink mit der Libeskind-Villa die große Welt in die kleine Stadt Datteln geholt habe. Gleichzeitig wies er auf die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit des Werkstoffes Titanzink hin.
Mit einem Modell handgefertigt aus Zink natürlich bedankte er sich bei Daniel Libeskind. Der Architekt erläuterte anschließend seine Vision vom Hausbau. Er stellte dabei das Licht, die Dimension und die Materialien in den Mittelpunkt. "Für mich ist ein Haus nicht nur ein Haus sondern ein Zuhause. Ein Zuhause muss einen Geist haben, wie ein Lebewesen", so der New Yorker Stararchitekt.
Nur sieben Schleusen entfernt
"Holz reduziert CO2", so Matthias Eisfeld. In seinem Grußwort wies der Geschäftsführer der CO2-Bank darauf hin, dass durch die Verwendung des Baustoffes Holz als Tragwerk 133 Tonnen des schädlichen CO2 dauerhaft der Atmosphäre entzogen wurden. Er bezeichnete die Entscheidung, ein solches Gebäude zu schaffen, als mutig und weitsichtig und übergab der Geschäftsführung von Rheinzink eine Belegurkunde. Auch der Bürgermeister von Datteln, Wolfgang Werner, hob in seinem Grußwort die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien hervor. An den Architekten gerichtet traf er die Feststellung, dass Datteln von New York nur sieben Schleusen entfernt liege.
Zum Höhepunkt der Veranstaltung avancierte die Eröffnung der Libeskind-Villa, symbolisch vollzogen durch das Durchtrennen eines Bandes, gemeinsam vollzogen durch Gabriela Grillo, Vorstand der Grillo-Werke AG, den Rheinzink-Geschäftsführern Ulrich Grillo, Dr. Michael Knepper und Dirk Böttcher und natürlich Architekt Daniel Libeskind. Anschließend hatten alle Gäste Gelegenheit, sich von der visionären Architektur auch im Gebäudeinnern einen Eindruck zu verschaffen
Hans G. Rüschenpöhler