Ein Arbeiter steht auf einem Dach und hält ein Kabel in der Hand.
Dachdeckermeister Marquardt kurz vor der Verlegung des Kontaktvlieses für das Monitoring-System. Zu sehen ist die EPS-Flächendämmung. (Quelle: Carlisle)

Flachdach 2018-03-06T00:00:00Z EPDM meets Monitoring

Bei der Abdichtung von zwei baugleichen Flachdachflächen verlegte Dachdeckermeister Michel Marquardt EPDM-Planen aus einem Stück, welche lose unter einem extensiven Gründach liegen. Darunter: ein Monitoringsystem, das mögliche Leckagen im Notfall in Echtzeit anzeigt.

Der regionale Energie- und Wasserversorger baute im Greifswalder Stadtteil Schönwalde einen neuen Trinkwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 3.600 m³ und modernsten Pumpanlagen. Der Neubau wurde notwendig, um die Einwohner auch in Zukunft ohne Engpässe versorgen zu können. Die alten, in die Jahre gekommenen Trinkwasserbehälter von 1905 und 1982 sollen dadurch abgelöst werden, da diese auch nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Das Bauvorhaben wurde seit Jahren geplant und die Investitionssumme betrug circa 3,5 Millionen Euro.

Ein Dachdecker steht neben einem Modell eines Schieferdachs in einer Werkstatt.
Dachdeckermeister Marquardt gründete in seiner Heimat an der Ostsee sein Dachdeckerunternehmen. (Quelle: Carlisle)

Regionale Architektur, ortsansässiger Betrieb
Für die Dachdecker- und Bauklempnerarbeiten wurde das ortsansässige Innungsunternehmen Dachdeckermeister Marquardt beauftragt. Firmeninhaber Michel Marquardt arbeitete vorher jahrelang im Kölner Raum und kennt sich mit Flachdächern in jeder Größenordnung bestens aus. Im Jahr 2016 kehrte er in seine Heimat an der Ostsee zurück und gründete in Mesekenhagen ein Dachdeckerunternehmen.

Ein Handwerker verwendet ein Heißluftgebläse zur Dachabdichtung mit einer Gummimembran.
Das schrittweise Eindichten eines Anschlagpunktes mit einer EPDM-Rohrmanschette mit unterseitigem Fügerand. Die Manschette wird mit Heißluft auf die Flächenabdichtung aufgeschweißt. Durch das vorkonfektionierte Formteil sind keine weiteren Schnitte oder Bänder nötig. (Quelle: Carlisle)

Der Neubau des Trinkwasserbehälters entstand in Stahlbetonbauweise aus WU-Beton, auf dem sich zwei baugleiche Flachdächer mit einer jeweiligen Größe von 420 m² befinden, die durch ein mit Ziegeln gedecktes Satteldach getrennt sind. Die Fassade besteht aus einem Klinkermauerwerk im Halbverband, welches in Farbgebung und Detailausführung entsprechend den historischen Vorgaben ausgeführt wurde und sich dadurch harmonisch in das bestehende Klinkerensemble einfügt. In Abstimmung mit dem Dachdeckerbetrieb und den Bauherren entschied sich das planende Ingenieurbüro für die Dachabdichtung mit einer vorkonfektionierten EPDM-Plane und systemkonformem Zubehör für die Abdichtung von Details. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die sehr lange Gebrauchsdauer und damit Lebenserwartung der Dachabdichtung und die schnelle, unkomplizierte Verlegung auf der Baustelle. Zudem sollten die Dächer abschließend begrünt werden, um so die Lagesicherung durch Auflast herzustellen und zugleich einen ökologischen Ausgleich für die versiegelte Fläche zu schaffen.

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Die eingesetzte Plane ist wurzelfest nach FLL und DIN EN 13948 und sowohl für extensiv als auch intensiv begrünte Dächer geeignet. Beide Flachdächer wurden mit jeweils einer EPDM-Plane mit einer Größe von 21 × 25 m aus einem Stück abgedichtet. Aufgrund der Flexibilität des Abdichtungsmaterials konnten die Attiken und der Wandanschluss ohne separate Anschlussstreifen aus der Fläche heraus verlegt werden. Der Vorteil: Die Verlegezeit reduziert sich und das Marquardt-Team konnte auf zusätzliche Schweißnähte mit dem Heißluftschweißgerät verzichten. Lediglich die EPDM-Manschetten zur Eindichtung der Anschlagpunkte und der Blitzschutzleitungen wurden mit Heißluft auf die Flächenabdichtung aufgeschweißt.

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Moritz Schmidtbauer

Den gesamten Beitrag lesen Sie in DDH 05.2018

zuletzt editiert am 05. Mai 2026
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