Rund 100 Sachverständige folgten der Einladung in die Ochtendunger Stadthalle. Fotos: ZVDH

Steildach

29. October 2020 | Teilen auf:

Erfolgreiche Mayener Sachverständigentagung

Um den geforderten Abstand zu wahren, fand die Sachverständigentagung diesmal in der Ochtendunger Kulturhalle statt. Unter strengen Auflagen folgten rund 100 Sachverständige der Einladung, um an drei Tagen informative und hochkarätige Vorträge zu unterschiedlichen Themen zu hören und über die Inhalte zu diskutieren.

Trotz der widrigen Corona-Umstände konnte die Sachverständigentagung 2020 im Oktober erfolgreich durchgeführt werden. Um den geforderten Abstand zu wahren, hatte sich das BBW-Team rund um Geschäftsführer Rolf Fuhrmann aus Platzgründen dazu entschieden, die Tagung in die große Ochtendunger Kulturhalle in der Nähe von Mayen zu verlegen.

Gepaart mit einem detaillierten Hygienekonzept ließ sich auf diesem Weg ein guter und sicherer Rahmen für die Tagung etablieren. Rund 100 Sachverständige folgten daher der Einladung in die Eifel, um an drei Tagen informative und hochkarätige Vorträge zu unterschiedlichen Themen zu hören und über die Inhalte zu diskutieren.

Diskussion über Regeldachneigung

Unter der Moderation von Josef Rühle, ZVDH-Geschäftsführer Technik, machte der ZVDH-Referent Hans Christian Groß den Auftakt mit einem Referat über das Thema Regeldachneigung und regensichernde Zusatzmaßnahmen.

Kernpunkt hierbei war der Vorschlag, statt von der Regeldachneigung künftig von der Mindestdachneigung auszugehen, um weniger Interpretationsspielraum bei der Auswahl von regensichernden Maßnahmen und den einzusetzenden Dachziegeln/Dachsteinen zu bieten. In dem Zusammenhang wurde auch vorgeschlagen, die regensichernden Zusatzmaßnahmen von der Regeldachneigung zu entkoppeln. Um deutlich zu machen, wie diese Möglichkeit konkret aussehen könnte, wurde zuvor durch den Fachausschuss Dachziegel/Dachsteine eine entsprechende Tabelle, ausgehend von der Mindestdachneigung, präsentiert. Zu diesem Thema gab es kontroverse Diskussionen, wobei dieser Ansatz grundsätzlich jedoch begrüßt wurde. Der erste Tag endete mit einem Vortrag von Andreas Waning und der Präsentation der von ihm entwickelten Gutachter-Software. Die Software ist speziell auf die Bedürfnisse von Gutachtern zugeschnitten und dient dazu, interne Abläufe zu erleichtern.

Neuregelung Gefälle?

Tag 2 wurde durch den ZVDH-Referenten Christian Anders eröffnet, der an diesem Tag gleich zwei Vorträge hielt. Zunächst stand die Frage: Brauchen wir eine Neuregelung des Gefälles? im Fokus, nachmittags folgte ein Vortrag zur neuen Planungshilfe „Barrierefreie Übergänge von Dachterrassen und Balkonen“. Ziel war nicht nur die reine Information über die entsprechenden Themen, vielmehr wünschte sich Anders auch konkretes Feedback von den anwesenden Sachverständigen. Ergebnis: So könnten künftig beispielsweise Übergänge wie zu WDV-Systemen oder der Umgang mit Verblendmauerwerk bei barrierefreien Übergängen entsprechend berücksichtigt werden.

Einen juristischen Exkurs aus seiner langjährigen Dienstzeit lieferte Professor Jürgen Ulrich (Richter a.D.), der eindrucksvoll und mit einer guten Portion Humor unter anderem von Beispielen für Befangenheit von Sachverständigen sowie über das Controlling im Zuge der Baubegleitung berichtete.

Philip Witte

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 21/2020.