News 2010-12-16T00:00:00Z Fahrverbote, Flugausfälle und Zugverspätungen

m vorweihnachtlichen Reiseverkehr ist weiter viel Geduld gefragt. Am Frankfurter Flughafen ist auch heute noch keine Entspannung in Sicht. Wegen der Schneefälle wurden 315 Verbindungen gestrichen, darunter alle Flüge von Hamburg nach Frankfurt. "Es gibt keine Entwarnung", sagte eine Sprecherin de Flughafenbetreibers Fraport und verwies auf neue Schneefälle im Tagesverlauf.

Schon am Wochenende war es zu Hunderten von Flugausfällen gekommen. Mehr als 800 Passagiere mussten die Nacht zum Montag auf Feldbetten im Terminal verbringen. Mehr zur Lage am Frankfurter Flughafen beim HR. Die Lufthansa hatte am Wochenende auf einen Sonderflugplan gewechselt, der bis heute gelten soll. Das bedeutet, dass zahlreiche Flüge innerhalb Deutschlands und Europas von und nach Frankfurt gestrichen werden. Reisende können sich bei der Lufthansa informieren: 0180 / 583 84 26 und 0800 / 850 60 70.

Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld rechnen wegen der neuerlichen Schneefälle im Tagesverlauf mit rund 90 Flugausfällen. An den übrigen Flughäfen wurden Dutzende von Flügen gestrichen und Verspätungen erwartet. Betroffen waren vor allem Verbindungen nach Frankfurt, Paris und London Heathrow. Der Betrieb auf dem Londoner Flughafen läuft einen Tag nach den weitgehenden Sperrungen nur eingeschränkt. Auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle blieben zwei der vier Rollbahnen geschlossen. In München mussten erneut rund 150 gestrandete Passagiere im Flughafen auf Feldbetten übernachten.

Lkw-Fahrverbot teils aufgehoben

Auch die Autofahrer haben weiter mit Schnee und Eis zu kämpfen. In Nordrhein-Westfalen entspannte sich die Lage nach dem Wochenende leicht. Das Fahrverbot für Lkw wurde in den Bereichen der Regierungspräsidien Münster, Detmold und Arnsberg wieder aufgehoben, bleibt allerdings zunächst noch in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf in Kraft. Zudem gab es nach Angaben der Landesleitstelle der Polizei am Morgen noch insgesamt rund 250 Kilometer Stau auf den Autobahnen des Landes. Zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen hatten sich in NRW mehr als 600 witterungsbedingte Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden acht Menschen schwer und 38 leicht verletzt. Mehr zur Lage in Nordrhein-Westfalen beim WDR.

Neue Schneefälle und Tauwetter

Für die Mittelgebirge warnen die Meteorologen vor starkem Schneefall und heftigen Schneeverwehungen. Besonders im Norden bleibe es zunächst eisig kalt, weiter Richtung Süden sei aber auch Tauwetter möglich. In Unterfranken sperrte die Polizei in der Nacht die Bundesstraße 279 bei Bischofsheim. Mehr zur Lage in Bayern beim BR. Auch in Sachsen führten Schneeverwehungen zu Verkehrsbehinderungen.

Probleme gibt es erneut auch im Regional- und Fernverkehr der Bahnen. Viele Züge waren teilweise stark verspätet. Auf Fernzüge mussten die Reisenden häufig eine Stunde warten. In einigen Fällen seien Züge sogar zwei Stunden später als geplant abgefahren, sagte ein Bahn-Sprecher. Betroffen seien vor allem die Ost-West-Verbindungen. Auch im regionalen Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. Gestern hatte die Bahn Reisende wegen der chaotischen Wetterzustände gebeten, die Züge wegen Überfüllung nicht zu nutzen. Allerdings hatten auch die Fluggesellschaften ihre Passagiere gebeten, auf die Bahn umzusteigen. Für aktuelle Fahrplanauskünfte hat die Bahn eine kostenfreie Servicenummer eingerichtet: 08000-996633.

Gestern hatte die Bahn erneut die Höchstgeschwindigkeit ihrer Züge auf einigen Strecken auf 160 Kilometer pro Stunde gedrosselt. Im restlichen deutschen Fernverkehrsnetz gelte die bereits gedrosselte Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde. Durch die geringere Geschwindigkeit werde verhindert, dass von der Wagenunterseite herabfallende Eisklumpen Schottersteine hochwirbelten und Schäden an den Fahrzeugen verursachten.

Bahnreisende, die wegen der Probleme bei der Bahn auf ihre Fahrt verzichten wollen, können ihre Tickets noch bis Weihnachten kostenlos stornieren. Die Bahn verlängerte eine Anfang Dezember getroffene Regelung. Damit fallen beim Rücktritt von bereits gekauften Fahrkarten und getätigten Reservierungen nicht die üblichen Gebühren von 15 Euro an..Quelle: tagesschau.de

Zum Spiegel-Beitrag "Die Bahn ist überfordert

Zum Beitrag Haftung bei Schneeschäden

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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