130 Dachdeckerazubis erhielten auf der NordBau in Neumünster ihre Gesellen-Urkunde.
Tradition und Handwerk gehören zusammen. So ist auch die Freisprechung des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein auf der Messe NordBau längst zu einer Tradition geworden. Seit über zwanzig Jahren erhalten dort die Dachdeckerlehrlinge im feierlichen Rahmen ihre Gesellen-Urkunde. In diesem Jahr zogen 130 Junggesellen, darunter eine Junggesellin, zum Applaus der knapp 500 Gäste und dem Lied „Ein Hoch auf uns“ ein.
Landesinnungsmeister Torsten Kriedemann hieß den Nachwuchs herzlich in der Dachdeckerfamilie willkommen. „Ein Hoch auf Euch und das Leben. Ein Tag Unendlichkeit‘ – “Diese Worte drücken all das aus, was diese Freisprechung heute bedeutet. Sie alle wissen die Bedeutung gut ausgebildeter junger Menschen zu schätzen“, betonte Kriedemann in seiner Ansprache.
Neben den Familien, Freunden und Ausbildern kamen auch Ehrengäste aus dem Handwerk zusammen. Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, überbrachte die Grüße beider schleswig-holsteinischer Kammern und gab den Ratschlag: „Ganz egal, was Sie in Ihrem Leben in Angriff nehmen wollen: Sie brauchen dazu Begeisterungsfähigkeit. Sie ist Ihr Antrieb. Sie brauchen Begeisterung, wenn Sie es in Ihrem Beruf zu etwas bringen wollen.“ Als Beispiel nannte Stapelfeldt das isländische Team bei der Fußball-EM, das - trotz Niederlage im Viertelfinale - mit der Begeisterung etwas Unglaubliches geschafft hat.
Auch Landtagspräsident Klaus Schlie richtete sein Wort an die Freizusprechenden. „Wenn ich Sie so hier stehen sehe, dann wird mir nicht bang um Schleswig-Holstein. Sie sind nun gut gerüstet für das was noch kommt. Gehen Sie diesen Weg mutig weiter“, forderte der Politiker die jungen Handwerker auf.
Anna Lena Schomburg