Zur jährlichen Frühjahrsversammlung kamen die Delegierten des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz zusammen. Landesinnungsmeister Johannes Lauer konstatierte im Jahresbericht 2016 eine allgemein gute Situation für das Dachdeckerhandwerk.
Fachkräftemangel, die HBCD-Problematik, aber auch die geplante EU-Dienstleistungskarte sind wichtige Punkte, die man im Auge halten müsse, um die gute Auftragslage nicht zu gefährden. Anschließend referierte der Staatssekretär des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums, Thomas Griese, über die HBCD-Problematik. Die Landesregierung positioniere sich klar gegen eine Rückkehr zur Einstufung des HBCD als gefährlicher Abfall, erklärte Griese. Im Sommer werde ein Vorschlag für die weitere Vorgehensweise zur Einführung von Nachweispflichten vorgelegt. Optimistisch stimmt Grieses Urteil, dass die Einstufung als gefährlicher Unfall ein Fehler gewesen sei. Zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Rheinland-Pfalz Rolf Fuhrmann und Robert Hanel, Referent im rheinland-pfälzischen Umweltministerium, soll eine Aufarbeitung zum Thema HBCD-Entsorgung betrieben werden, da die Preise weiterhin zum Teil extrem hoch sind und teilweise eine Entsorgung immer noch nicht problemlos möglich ist. Über das Thema „SMS Dach“ (Arbeitssicherheit) referierte Tobias Backhaus, Bachelor of Engineering, Informationsstelle für Unternehmensführung des ZVDH. Der Arbeitssicherheitsschutz muss für alle Betriebe Bestandteil der täglichen Arbeit sein und soll zur Senkung der Unfallzahlen beitragen. Danach stellte Artur Wierschem, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des ZVDH und Geschäftsführer des Bundesbildungszentrum Mayen den neuen „Ausbildungsknigge“ vor. Dieser soll den Betrieben als Hilfestellung zum erfolgreichen Ausbilden dienen.