"Dem Dachdeckerhandwerk geht es konditionell und finanziell gut. Wir befinden uns im Gleichklang mit vielen Branchen, deren Konjunkturerwartungen deutliche gestiegen sind." So Karl Heinz Schneider, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks in seinem Grußwort anlässlich der 47. Generalversammlung der ZEDACH eG in Essen.
"Wir sind eine Familie", ergänzte Schneider, der von Vizepäsident André Büschkes und ZVDH-Geschäftsführer Ulrich Marx begleitet wurde und sprach damit das gute Miteinander von Dachdeckerinnungen und ZEDACH-Genossenschaften bundesweit an. Dazu habe ebenso das Zusammenwirken bei der erfolgreichen Messe "DACH+HOLZ" in Köln beigetragen sowie die Unterstützung der Gemeinschaftswerbung "AktionDACH", die jetzt Aktionen aus der aktuellen Imagekampagne des ZDH (Zentralverband Handwerk)übernehmen werde.
"Die Zentralgenossenschaft und die 6 Dachdecker-Einkaufsgenossenschaften stehen mit ihren rd. 130 Verkaufsstellen gut im Markt", erklärte Edith Weerd vom ZEDACH-Vorstand. Dies unterstreiche auch die bisher höchste ZEDACH-Rückvergütung an die Mitgliedsunternehmen seit ihrer Gründung. Im Krisenjahr 2009 habe man mit 1,03 Milliarden Euro den Vorjahresumsatz nahezu erreicht und die Position im Markt deutlich behauptet. "Hier gilt es, "so Edith Weerd, "unsere gemeinsame Stärke weiter auszubauen, regionale Absatzmärkte zu fördern und unseren über 6.000 Mitgliedern und weiteren Kunden den gewohnt modernen und innovationsfähigen Fachgroßhandel zu bieten. Der neue Holzbaukatalog zählt in diesem Sinne zur sinnvollen Erweiterung unseres Produktportfolios." Ebenso gehöre dazu der Ausbau des Online-Bestell-Service und die Bereitstellung aktueller Artikelstammdaten im Dach-Daten-Pool für alle Wettbewerber und Marktpartner.
"Zwar sorge das Exportgeschäft zunehmend für Impulse", so Vorstandskollege Horst Böckling, "aber, was nützt uns das, wenn das Kapital im Ausland bleibt." Die Kommunen seien nach wie vor klamm und alles spräche von einer Kreditklemme, die es jedoch nicht gäbe. "Die Banken vergeben sehr gerne Kredite. Man muss jedoch die richtig durchdachten Konzepte vorlegen", so Böckling. "Da ist noch mehr drin," erklärte der Vorstand hinsichtlich des ZEDACH-Umsatzes im Vergleich zu den Umsatzstrukturen des direkten Wettbewerbs im Bedachungsgroßhandel. Mit der Erweiterung von Geschäftsfeldern, u.a. im Holz- und Solarbereich, sowie dem Ausbau der Serviceleistungen im Bereich Schulungen uns Angebotsunterstützung sei man hier auf dem richtigen Weg.
Aufsichsratsvorsitzender Kurt Krautscheid appellierte an die Versammlung, bei den Auswirkungen der Konjunkturprogramme am Ball zu bleiben, sich die Ergebnisse der Energie-Einsparverordnung zu nutze zu machen und gewappnet zu sein, wenn die staatlichen Hilfen auslaufen. Nach wie vor sei wichtig, "sich für das Dachdeckerhandwerk zu engagieren und sich einzubringen wo immer es möglich ist." Für den "in diesen Zeiten nicht immer leichten Einsatz" dankte er den rund 2.100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der ZEDACH-Gruppe in Deutschland, Tschechien, Polen und Luxemburg.