„Volle Konzentration auf die Reorganisation des Zentrallagers am Hauptsitz in Hamm und den Neubau der Zweigniederlassung in Göttingen“ hieß es im Geschäftsjahr 2012 bei der DEG Dach-Fassade-Holz eG. Den Mitgliedsbetrieben ein umfangreiches Warensortiment zur Verfügung zu stellen und termingerecht anzuliefern, hatte für die Verantwortlichen der DEG absoluten Vorrang.
Auch die Bilanz des Jahres 2012 fiel wegen der anhaltenden Nachfrage im Wohnungsbau, der Energie-Einsparverordnung und dem Trend zur Modernisierung und effizienter Wärmedämmung positiv aus. „Wir blicken nach dem Rekordjahr 2011 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatzergebnis von 216,2 Millionen Euro zurück“, berichteten Vorstandssprecherin Edith Weerd und ihr Vorstandskollege Andreas Hauf am Freitag (26. April) auf der Generalversammlung im Kurhaus Bad Hamm. Im Vergleich zu 2011 bedeutet dies in 2012 einen leichten Rückgang von 1,9 Prozent, nach knapp 20 Prozent Wachstum im „Traumjahr 2011“. Als Gründe nannte die Vorstandssprecherin den sehr frühen Wintereinbruch sowie den Preisverfall und den Absatzeinbruch bei Photovoltaikanlagen. „Wir hatten bis Anfang Dezember eine kontinuierliche Entwicklung. Dann kam der Schnee“, ergänzte Vorstandsmitglied Andreas Hauf in seinem Rückblick. „Wir können ganz beruhigt Bilanz ziehen“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzenden Markus Happe.
Mitglieder der zentralen Einkaufs- und Dienstleistungsgenossenschaft sind Meisterbetriebe aus dem Dachdecker-, Klempner- und Zimmererhandwerk im Geschäftsgebiet Nordrhein-Westfalen, nördliches Hessen und südöstliches Niedersachsen. Hauptwarengruppen der DEG liegen in den Bereichen Steil- und Flachdach, Außenwandbekleidungen, Holzkonstruktionen, Wärmedämmung sowie Photovoltaik- und Solarthermie. Als Komplettanbieter trägt das Dachdeckerhandwerk dazu bei, dass das Dach mehr und mehr eine Nutzfunktion für das Gebäude erhält. Das Zimmererhandwerk ist von einem anhaltenden Trend hin zur Übernahme diverser Außen- und Innenausbauten geprägt.
Wer als DEG-Mitglied intensiv mit dem eigenen Unternehmen zusammengearbeitet hat, profitiert gleich doppelt vom erfolgreichen Geschäftsjahr: Einmal gibt es eine Warenrückvergütung in Höhe von 3,2 Prozent, und schließlich schüttet die DEG im „Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012“ eine Dividende in Höhe von 5,0 Prozent an ihre 1.457 Anteilseigner aus. Insgesamt rund 6,5 Millionen Euro werden damit den Konten der Mitglieder gutgeschrieben. Zudem wird aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 2,9 Millionen Euro das Eigenkapital gestärkt.
Die beiden Beschlüsse darüber traf die Versammlung, die unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Markus Happe stand. Darüber hinaus genehmigten die Mitglieder den Jahresabschluss und erteilten Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung. Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurden Stefan Bruchhaus (Solingen), Markus Happe (Paderborn), Jürgen Rohpeter (Dortmund/Lünen) und Andreas Zinn (Kassel) erneut in das Aufsichtsgremium gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Mike Sternkopf (Gelsenkirchen). Alle Entscheidungen fielen einstimmig.
Wesentliche Investitionen im Geschäftsjahr 2013 liegen im Start des Neubaus im hessischen Fuldabrück. Voraussichtlich in 2014 wird dort mit dem Bau eines kombinierten Holz-Dach-Standortes begonnen. Insgesamt erwartet die DEG für 2013 und 2014 eine mit dem Vorjahr vergleichbare wirtschaftliche Entwicklung. Marktchancen sieht man vor allem in den Bereichen Photovoltaik, solare Wärmeerzeugung, energetische Sanierung und Holz.
Als größte Herausforderungen nannte Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe zum einen die Nachwuchsgewinnung und rief den Berufsstand zum „Kampf dem Fachkräfte- und Lehrlingsmangel“ auf. Zudem werde die Energiewende und deren Ausgestaltung die Entwicklung der Branche entscheidend beeinflussen. „Wir sind die Problemlöser“, stellte Happe selbstbewusst fest.
Für langjährige Treue zur Genossenschaft sprachen Aufsichtsratsvorsitzender Markus Happe und das Vorstandsduo Edith Weerd und Andreas Hauf in diesem Jahr Mitgliedern Dank und Anerkennung aus. Darüber hinaus wurden zahlreiche Mitglieder für 50-jährige, 40-jährige und für 25-jährige Zugehörigkeit zur DEG ausgezeichnet.
Technischen Universität Dortmund