Gleich zwei Sieger wurden bei dem diesjährigen Velux Architekten-Wettbewerb, der unter dem Motto Licht.Raum.Mensch stand, gekührt: Die Fachjury aus Architekten und Medienvertretern wählte das Projekt "Remise Rosé" von Helga Blocksdorf Architektur zum Gewinnerobjekt. Das Münchener Büro Pool Leber Architekten erhielt Platz zwei mit ihrem Projekt "Aufstockung Maxvorstadt" und die Leser der Zeitschrift Wohnglück wählten es sogar auf Platz eins.
Ganz unterschiedliche Bauprojekte wählte die Fachjury unter Vorsitz von Hanns Ziegler, auf die ersten drei Plätze: die Modernisierung eines Bestandsgebäudes zum Wohn- und Atelierhaus, die Dachaufstockung eines Mehrfamilienhauses und den Neubau einer Schule.
Architektin Helga Blocksdorf aus Berlin geht mit ihrem Projekt „Remise Rosé“ als Siegerin hervor: „Die denkmalgeschützte, aber baufällige Remise wurde saniert und um einen Kopfbau ergänzt, der sich logisch aus der Kubatur des Bestandes entwickelt. Die Innenräume lassen die intensive Zusammenarbeit und die starke Identifikation der Architektin mit ihrem Bauherrn erahnen. Wenige, mit Sorgfalt gestaltete Details verleihen den Räumen skulpturale Qualität. Geschickt gelöst ist auch der Einbau der Dachfenster über der Empore. Sie spenden nicht nur Tageslicht, sondern bilden zugleich eine notwendige Raumerweiterung, die diesen äußerst niedrigen Bereich erst sinnvoll nutzbar macht“, erläutert die Jury ihre Entscheidung.
Auf Platz zwei wählte die Fachjury das Projekt „Aufstockung Maxvorstadt“ vom Münchner Büro Pool Leber Architekten. Platz drei ging an Wulf Architekten GmbH aus Stuttgart für das Projekt „Hessenwaldschule“.
Die über 1,5 Millionen Leser der „Wohnglück“ hatten zudem die Möglichkeit, ihren Favoriten aus der Shortlist der Fachjury wählen. Ohne das Abstimmungsergebnis der Fachjury zu kennen, kamen sie dabei zu einem fast identischen Ergebnis. Von den sieben zur Wahl stehenden Objekten erhielt die „Aufstockung Maxvorstadt“ mit über 20 % die meisten Stimmen. können sich damit neben dem zweiten Peis der Fachjury auch über den Publikumspreis freuen.
Das Projekt „Dachausbau Hermeshain“ erhielt eine zusätzlich ausgelobte Anerkennung. „Die Aufgabe, in beengten Dachgeschossen vollwertigen Wohnraum zu schaffen, ohne die Kubatur des Gebäudes zu beeinträchtigen, gehört zum Alltag in der Architektur und ist doch ungeheuer schwer zu bewältigen. Bei diesem Projekt wurde sie in beispielhafter Manier gelöst.“, begründet die Jury ihre Entscheidung für das Projekt von Julien Kiefer & Bjoern Schmidt Architektur aus Frankfurt.