Flachdach 2011-02-09T00:00:00Z Heiß gedichtet

Das Energieplushaus in Büchenbeuren wurde in dreigeschossiger Holzbaukonstruktion errichtet. Die Dachabdichtung erfolgte mit Kunststoffdachbahnen. Ein Maschinenkonzept sorgte dabei für eine reibungslose Ausführung.

Wer in Büchenbeuren im Hunsrück ganz in der Nähe des Flughafens Frankfurt-Hahn unterwegs ist, sollte aus fachtechnischem Interesse kurz beim Gesundheitszentrum Büchenbeuren vorbeischauen. Geht hier doch ein Objektbau seiner Vollendung entgegen, der aus vielen Gründen heraus, landesweit in Rheinland-Pfalz auch bundesweit für hohe Aufmerksamkeit bei Projektentwicklern, Investoren, Bauunternehmen im Holzbau, Dach- und Photovoltaikunternehmen sowie Energiesparern und der öffentlichen Hand sorgen dürfte.

Das innovative Dach

Die Forderung des Bauherrn nach einem innovativen Dachkonzept das maßgeblich die öffentliche Förderung mit sicherstellen sollte mündete in das Konzept eines Flachdaches mit 2,8 Prozent Neigung, mit mittig angeordnetem Scheitel. Die Fläche von 680 Quadratmetern wurde mit Kunststoffbahnen eingeschweißt und mit einer leistungsfähigen Photovoltaikanlage bestückt. Wie Dachdeckermeister Thomas Meuter berichtete, hielt das Objekt einige Anforderungen bereit, die nicht alltäglich waren. Da war zum einen die Zeitschiene, die das Dach nur in einem neuntägigen Zeitfenster, von Ende November bis Anfang Dezember 2010, erstellen ließ. "So waren wir teilweise mit zehn Mitarbeitern auf dem Dach, um dieser Terminanforderung gewachsen zu sein", informierte Meuter, als Projektleiter der Karl Schlösser Bedachungen aus Neuwied.

Doch neben der handwerklichen Manpower und den eingesetzten Kunststoffbahnen, war für die fachgerechte Ausführung der Dachabdichtung auch der Einsatz der Dachschweißautomaten von großer Bedeutung. Der Hersteller Herz vom Mittelrhein, nur einen Steinwurf vom Handwerker Schlösser in Neuwied entfernt angesiedelt, stellte ein System von verschiedenen Dachschweißautomaten bereit, das die Belange einer fachgerechten Verschweißung erfüllte. Das Flächenschweißen der Kunststoffbahnen wurde mit dem leistungsfähigen Dachschweißautomaten Laron ausgeführt. Dank der baustellengerechten Handhabung, der optimalen Gewichtsverteilung und einer Anfahrautomatik konnte Meter für Meter eine Verschweißung mit hoher Geschwindigkeit gefahren werden. Durch die digitale Anzeige von Temperatur und Geschwindigkeit hatte der Dachhandwerker alles unter Kontrolle. Für die aufsteigenden, überlappenden Dachränder und -ecken sowie die Anschlüsse nutzte das Schlösser-Team das Handschweißgerät Rion. Als Basis der innovativen Photovoltaikanlage diente ein System von Stegprofilen, mit dem das Plattensystem ohne Durchdringung der Dachhaut aufgebracht werden konnte. Mit dem Belton P wurden die Stegprofile aufgeschweißt. Mit zwei Schweißnähten in einem Arbeitsgang und einer Temperatursteuerung von zwanzig bis 620 Grad Celsius konnten die Profile exakt über die Gesamtfläche positioniert und fixiert werden. "Dieses beidseitige Verschweißen in einem Arbeitsgang ist so einfach wie wirkungsvoll, nutzt man doch das Profil wie eine Schiene in der Mitte des Automaten", erläutert Oliver Adrian Vertriebsleiter bei Herz.

Klaus Bucher

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DDH Ausgabe 5|2011.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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