Die Schwenk Dämmtechnik GmbH & Co. KG aus dem oberbayerischen Landsberg am Lech hat im Oktober offiziell ihr neues Glaswollewerk in Bernburg in Sachsen-Anhalt eröffnet.
Das Unternehmen hat rund 120 Millionen Euro in das Werk investiert und 178 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Damit gehört Schwenk zu den großen Förderern des Bundeslandes. Wie das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts betont, hat Schwenk in den letzten Jahren über 560 Millionen Euro in das Bundesland investiert und dort mehr als 700 Arbeitsplätze geschaffen.
In Bernburg werden jährlich 90.000 Tonnen Glaswolle produziert. Dabei soll das Dämmstoffwerk keine reine Produktionsstätte sein: Künftig werden hier innovative Produktentwicklungen zur Marktreife gebracht. Die ersten Neuheiten wird Schwenk bereits im ersten Quartal 2011 präsentieren. Aber schon jetzt zeichnen sich die Glaswolle-Produkte durch eine gute Verarbeitungsqualität aus.
"Was wirklich zählt, sind die Menschen dahinter"
Ein wichtiges Standbein sind die Mitarbeiter vor Ort, so Dipl.-Ing. Gerhard Hirth, Geschäftsführer der Schwenk Unternehmensgruppe: "Wir haben eine Mannschaft aufgebaut, die lernbegierig und engagiert zu Werke geht. Gerade die Förderung junger Menschen und deren Ausbildung ist eine der Grundphilosophien unseres Unternehmens. Die Politik fordert mehr Fachkräfte, wir bilden unsere eigenen aus", betont er. Dass sich viele Unternehmen scheuen, in Ostdeutschland zu investieren, bleibt für Hirth ein Rätsel: "Der Standort ist für uns höchst attraktiv: Wir haben große Entwicklungspotenziale, eine hervorragende Infrastruktur und gut ausgebildete Fachkräfte." Zudem sei auch die Nähe zu Osteuropa und den dortigen Absatzmärkten höchst attraktiv.
Die Entscheidung für den Standort war auch strategischer Natur, wie Dipl.-Ing. Jörg-Michael Krichel, Geschäftsführer der Schwenk Dämmtechnik, während der Werkseröffnung betonte, denn: die wichtigsten Rohstoffe zur Glaswolle-Produktion in Bernburg "liegen quasi vor der Haustür". Das Land Sachsen-Anhalt ist reich an Stoffen wie Feldspat oder Sand, "und über genug Altglas für die Glaswolle müssen wir uns auch keine Gedanken machen", so Krichel weiter.
Ziel: In das Marktsegment der Top-Anbieter vorstoßen
Das Dämmstoffwerk wird die Marktpräsenz weiter ausbauen. "Durch das Werk in Bernburg ergeben sich für uns neue Perspektiven", ist Krichel überzeugt. Schwenk strebe an, neben der seit Jahren führenden Position in den EPS Dämmstoffen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern auch das Marktsegment der Glaswolle zu erobern und zu den Top-Anbietern aufzuschließen. "Der Dämmstoff Glaswolle rundet unser Portfolio ab", sagte Krichel.