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Erstmalig digital fand die Jurysitzung des Sanierungspreis 2020 als moderierte Veranstaltung statt, mit Michael Zenk auf der "Bühne". Fotos: Rudolf Müller Mediengruppe

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27. November 2020 | Teilen auf:

Jurysitzung Sanierungspreis 2020: Gewinner via Teams gewählt

Digital fand diesmal die Jurysitzung des Sanierungspreis 2020 statt. In einem besonderen Jahr zeigten die Gewinner - und auch die übrigen Teilnehmer - ihr handwerkliches Können.

Viele nette Gesichter klein auf einem Bildschirm, man selbst umringt von Licht und Kameras, der Hintergrund grün: bei der diesjährigen Jurysitzung zum Sanierungspreis 2020 war nichts wie in all den Jahren zuvor. Coronabedingt hatte sich die Rudolf Müller Mediengruppe dazu entschieden, die diesjährige Jurysitzung Anfang November 2020 im Rahmen einer moderierten Videokonferenz aus einem virtuellen Studio in Köln heraus stattfinden zu lassen. Diese Entscheidung fiel nicht leicht: Die Jurysitzung lebte bisher von regen übergreifendem und auch individuellem Dialog. Bewerbungen wurden an großen Stellwänden durchgeschaut, man ging noch mal zurück zur vorherigen, der Juror einer anderen Kategorie trat hinzu und hörte zu. Es wurde diskutiert, verworfen und neu diskutiert – würde all das digital funktionieren?

Fazit vorweg: Es funktionierte. An dieser Stelle ein dickes Lob und sehr herzlichen Dank an die Jurorin samt Juroren des diesjährigen Preises! Alle Beteiligten waren vorbereitet, neugierig auf das digitale Format und nicht weniger diskussionsfreudig als in den vergangenen Jahren.

Funktionierte einwandfrei: Das gemeinsame Auswerten der eingereichten Projekte. Nur Kaffee und Croissants musste jeder selbst zu sich nehmen.

Herzblut muss sichtbar sein

Die eingereichten Objekte zeigten einmal mehr die Bandbreite der zu leistenden Aufgaben und die Bandbreite des Könnens des deutschen Handwerks - über sechs Kategorien hinweg. Die Jury bestand wie jedes Jahr aus einer Mischung aus verschiedenen Experten, Vertretern der Mediengruppe und den Vorjahressiegern. Gerade für die Vorjahressieger ist die Jurysitzung immer etwas Besonderes, weil sie in der Regel nur einmal dabei sind: „Bei all den tollen Objekten fällt es total schwer, den Daumen zu heben oder zu senken“, beschreibt Vorjahressieger Thomas Forßbohm (Bauwerkserhaltung) seinen Job.

Alte Hasen im Jurygeschäft wiederum, wie Dirk Bollwerk/Präsident ZVDH, bleiben ihrem Anspruch als Juror treu: „Ich will Herzblut sehen. Ich möchte sehen, wie der Bewerber eine Vielzahl handwerklicher Herausforderungen gemeistert hat. Die Liebe zum Handwerk muss erkennbar sein.“

Bunte Vielfalt an Projekten

auf www.sanierungspreis.de

Markus Langenbach