Die westlichste Dachdecker-Innung Bayerns hatte große Kulisse. Rekordverdächtige 190 Teilnehmer jubelten zum Auftakt über ein 4:2 der deutschen Fußballelf gegen Griechenland. Die gute Stimmung hielt bis zum Ende des diesjährigen Landesverbandstages an.
Die Bayern kennen das schon: Fast immer im 2-Jahres-Rhythmus finden K.-o.-Spiele der deutschen Fußballelf zum Verbandstagstermin statt. Das scheint Glück zu bringen, denn wie schon vor 2 Jahren siegte Deutschland diesmal gegen Griechenland mit 4:2 und sorgte so auf dem Eröffnungsabend der ausrichtenden Innung Aschaffenburg-Miltenberg für beste Stimmung. Obermeister Peter Ott freute sich im historischen Weingut Stich über eine Rekordteilnehmerzahl von 190 Anmeldungen. Mit seinem kleinen, aber leistungsstarken Innungsteam hat er einen familiären, sympathischen Verbandstag organisiert. Und die Stimmung sprang auch auf "Nicht-Dachdecker" über. Vor dem Austragungsort der Öffentlichen Tagung, dem Alten Rathaus in Miltenberg, amüsierten sich Passanten beim Schiefer-herzenklopfen, beim Skaten oder informierten sich über den Ausbildungsberuf Dachdecker.
Was machen die eigentlich in Köln?
Im Saal erläuterte ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider nach den Grußworten von Bürgermeister Joachim Bieber und Landrat Roland Schwing die Struktur und das Netzwerk des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckerhandwerks. Er machte deutlich, wie wichtig die Lobbyarbeit auf den verschiedenen Ebenen sei. Über allem stehe jedoch die Serviceleistung für die Mitglieder: "Wir in Köln sind für Sie da", versprach der Präsident abschließend. Aufgrund der Zeitüberschreitung hielt Bayerns Landesinnungsmeister A. Ewald Kreuzer die wohl kürzeste Ansprache eines Verbandstages. Allerdings nicht, ohne auf eines der wichtigsten Projekte des Verbandes hinzuweisen: Nachwuchswerbung und Nachwuchsausbildung. Hier leistet der Landesverband Bayern vorbildliche Arbeit. Jüngstes Beispiel: das neue Jugendmobil-Gespann, das vom Jugendbeauftragten Jürgen Lehner (siehe auch DDH Ausgabe 10/2012 Seite 42) stolz vorgefahren wurde. Damit ist die Nachwuchswerbung für das bayerische Dachdeckerhandwerk auf den Straßen nicht mehr zu übersehen.
Seien Sie simpel!
Kaum zu übersehen ist auch Johannes Warth vor allem, wenn er auf der Bühne steht. Der Schauspieler und Kabarettist hat sein berufliches Spektrum erweitert: Er hält Vorträge zu eigenständigem unternehmerischem Denken und Handeln. Sein schauspielerisches Können baut er dabei geschickt mit ein. Mit viel Wortwitz und Aktionskunst zeigte er 7 Schritte zum Überleben im 21. Jahrhundert auf. Sein Credo lautet:
1.Seien Sie authentisch "Nur das Echte hat Bestand",
2.Seien Sie kommunikativ "Offene Türen führen ins Freie",
3.Seien Sie simpel "Vielfältig denken und einfältig handeln".
4.Seien Sie frohlockend "Wer gut drauf ist, kann gut lachen"
5.Seien Sie mitreißend "Einer für alle und alle für Einen"
6.Seien Sie tragend "Glücklich wird, wer glücklich macht"
7.Seien Sie vertrauend "Ich bin, also kann ich".
Elke Herbst
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 14.2012.