News 2011-02-01T00:00:00Z Klempnermeisterprüfung 2010

Das Metalldach = ein besonderes Dach, dieser Anforderung werden in Zukunft die 14 Teilnehmer des Vorbreitungskurses zur Klempnermeisterprüfung nach ihrer erfolgreich abgelegten Prüfung gerecht. Alle Prüflinge, darunter eine Dame, die im August 2010 mit der Vorbereitung auf die Klempnermeisterprüfung am Bundesbildungszentrum Dachdecker in Mayen begannen, haben die Meisterprüfung erfolgreich bestanden und damit eine besondere, zusätzliche Qualifikation erlangt.

In den 14 Wochen bis zum Prüfungsstart wurden in der Praxis neue Techniken erlernt, die in den verschiedenen Prüfungsteilen angewendet werden mussten. Währenddessen bekamen die Schüler im theoretischen Unterricht das nötige Rüstzeug an die Hand um im - heute schwierigen - täglichen Berufsleben bestehen zu können.

Im Praxisteil wurde der Schwerpunkt der Ausbildung im Bereich der Dachdeckung aus Metall gesetzt, dem Bereich, welchem aufgrund seiner Variantenvielfalt eine immer bedeutendere Stellung im Bereich der Dachdeckungen zufällt. Ob Winkel- oder Doppelstehfalz, ob Paneel- oder Leistendeckung, ob eingefalzter- oder Leistenfirst, diese verschiedenen Varianten verdeutlichen die diversen Möglichkeiten eines Metalldaches.

So kam es nicht von ungefähr, dass sich alle Prüflinge auch für ein Meisterprüfungsprojekt aus dem Bereich der Dachdeckung entschieden. Als Werkstoff für das anzufertigende Pultdach mit aufgesetzter Satteldachgaube und eingebautem Sicherheitsdachhaken wurde den Prüflingen vorbewittertes Titanzink von der Fa. Rheinzink zur Verfügung gestellt. In der Planungsphase lag es nun am Prüfling selbst, die optische Gestaltung seines Objektes vorzunehmen. Hier zeigten sich alle Meisteranwärter kreativ und so kamen im Endeffekt 14 individuell gestaltete Dächer zum Vorschein.

Zum Abschluss des Meisterprüfungsprojektes erstellten die Schüler eine Dokumentation ihrer eigenen Arbeit. Aufgrund einer geschickten Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis durch den Bildungsträger fiel es den Studierenden leicht diese anzufertigen und im abschließenden Fachgespräch detailliert zu erläutern.

Als Situationsaufgabe, der Gegenprüfung zum Meisterprüfungsprojekt, wurde den Schülern eine Restaurationsaufgabe gestellt. Es musste eine defekte Rinnenerweiterung mit einer handgezogenen Wulst und konischen Ablauf nachgebaut werden. Als Material kam hier walzblankes Titanzink zum Einsatz. Im theoretischen Teil der Situationsaufgabe mussten die Prüflinge zuerst eine vorhandene Abwicklung auf ihre Richtigkeit überprüfen und korrigieren. Die größte Schwierigkeit der Aufgabe lag in der handwerklichen Erstellung der Wulst, die von Hand, Zug um Zug in die entsprechende Form gebracht und an die Rinnenerweiterung angepasst wurde.

Der theoretische Teil des Vorbereitungskurses, der die Hälfte von insgesamt 800 Unterrichtsstunden in Anspruch nahm, wurde nach Handlungsfeldern vermittelt. Durch enorme Konzentration und große Lernbereitschaft der Schüler wurden sowohl im Bereich der Fachtechnik (Handlungsfeld 1), als auch in den Bereichen Auftragsabwicklung (Handlungsfeld 2) und Betriebsführung (Handlungsfeld 3) überzeugende Resultate abgeliefert, so das auch diese Prüfung mit einer Erfolgsquote von 100 % abgeschlossen werden konnte. Im Rahmen der großen Verabschiedungsfeier für die angehenden Dachdeckermeister im Mai erhalten auch die neuen Klempnermeister ihren großen Meisterbrief als Zeichen ihrer besonderen Qualifikation. Das Material wurde großzügig von der Firma Rheinzink gespendet,

Fazit: Alle Teilnehmer des Vorbereitungskurses zur Klempnermeisterprüfung haben ihre Aufgabe mit großer Bravour und Sorgfalt gelöst und somit eine zusätzliche Qualifikation erworben, welche Ihnen einen Vorsprung gegenüber den Mitbewerber sichern wird.

www.bbz-dachdecker.de

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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