Digitalisierung 2010-01-22T00:00:00Z Leistungen im Angebot

Um den Aufwand bei der Erstellung von Angeboten zu verringern, bieten Unternehmen Leistungsverzeichnisse an. Die Umstellung vom gedruckten Wort zum digitalen Verzeichnis soll deren Handhabung noch vereinfachen. Der Artikel stellt einen digitalen Katalog vor.

Viele Dachdecker klagen über die wachsende Zahl von abzugebenden Angeboten. Der Zeitaufwand ist hoch, kann dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden und wird ganz selbstverständlich kostenlos eingefordert. Durch effizientes Arbeiten lässt sich dieser Missstand teilweise kompensieren, versprechen die Hersteller von Leistungsverzeichnissen. Sie sind in klassischer Buchform erhältlich, inzwischen aber auch in digitaler Form. Der konkrete Vorteil: Anstatt immer wieder die gleichen Leistungen neu tippen und kalkulieren zu müssen, werden diese per Mausklick ausgewählt und in eine andere Anwendung eingefügt.

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Die Entwicklung von der Buchform zur digitalen Verwendung ist etwa beim Katalog "Leistungen Dach der Profikatalog" vollzogen worden. Laut Herstellerfirma A. Icking ist der Katalog durch die Umstellung umfangreicher und nutzerfreundlicher geworden: Die Anzahl der durchkalkulierten Leistungen wurde von circa viertausend auf siebentausend erhöht, vor allem aber können Informationen mit anderen Anwendungen ausgetauscht werden.

ZVDH-Zeitwertbuch als Grundlage

Zeitwertbuch des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)

Der strukturelle Aufbau eines Leistungskatalogs orientiert sich an der sogenannten Suchbaumfunktion. Dabei werden die einzelnen Leistungen in hierarchisch, logisch angeordneten Gruppen zusammengefasst. Diese Ordnerstruktur entspricht von oben nach unten betrachtet den logischen Arbeitsabläufen auf einer Baustelle. Die Leistungen und Materialien können mit einer Datanorm-Schnittstelle auf den aktuellen Stand gebracht werden. Um beispielsweise die Einkaufspreise aller Artikel zu aktualisieren, fordert der Dachdecker bei seinem "Dachdeckereinkauf" eine aktuelle Preis-CD an, die er dann mit zwei Mausklicks in den Leistungskatalog überträgt. Noch schneller geht es mit einem personalisierten Online-Datenzugang (OBIS-Schnittstelle), den verschiedene Genossenschaften schon heute ihren Kunden anbieten

Den auführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 05/2009.

Schnittstellen zu Programmen

Neben der MS Word-Schnittstelle verfügt der Leistungskatalog über eine Exportfunktion zu MS Excel, eine anwendungsübergreifende XML-Exportfunktion und eine normierte GAEBSchnittstelle. Eine Volltextsuche und eine Rechtschreibprüfung sind ebenfalls Bestandteile des Leistungskatalogs.

Darüber hinaus verfügt der Katalog über eine Schnittstelle mit der Handwerker-Software "Passt pro" von M-Soft, mit der ein Angebot direkt eingelesen werden kann. Weiterführende Schritte wie Arbeitsvorbereitung, Aufmaßerstellung, Nachkalkulation, Bestell- und Rechnungswesen erfolgen dann direkt in der Auftragsbearbeitung.

zuletzt editiert am 14. Januar 2021