Zwei Personen stehen auf einem Balkon und führen ein Gespräch. Im Hintergrund sind Wohngebäude und Bäume zu sehen.
Lagebesprechung vor Ort: Johanna Heinen geht mit einem Mitarbeiter die nächsten Schritte durch. (Quelle: DDH)

Porträts 2014-04-30T00:00:00Z Mit Abschreckung zum Traumjob

Johanna Heinen befand sich schon mitten im Studium, als sie sich für die Dachdeckerlaufbahn entschied. Dann startete die heute 27-Jährige durch: beste Gesellin, beste Meisterin ihres Jahrgangs und inzwischen erfolgreiche Jungunternehmerin im elterlichen Betrieb. Im Porträt berichtet die Dachdeckerin über ihre Arbeit.

Dachdecken als Abschreckung

Geplant war eigentlich eine ganz andere Laufbahn. „Auch wenn ich es von klein auf kannte, hatte ich nie darüber nachgedacht, Dachdeckerin zu werden, berichtet Heinen. Nach dem Abitur begann sie das Studium der sozialen Arbeit in Köln und zweifelte an ihrer Wahl. „Ich war einfach nicht glücklich mit dem Studium, nicht richtig ausgelastet und mir fehlte auch das konkrete Ziel.“ Gedacht als „Abschreckung“, um die Vorteile des Studiums aufzuzeigen, nahm Vater Johann Heinen Johanna für 2 Tage mit aufs Dach. Mit gegenteiliger Wirkung: Johanna Heinen entdeckte ihr Interesse am Beruf und beschloss nach einiger Zeit, Dachdeckerin zu werden. Mit ihren noch skeptischen Eltern vereinbarte sie, parallel zur Lehre das Studium zu beenden.

Berufswechsel mit Turboabschluss

Was den Ausschlag dafür gab? „Die Teamarbeit hat mich fasziniert, wenn das Team funktioniert, macht es unheimlich viel Spaß.“ Immer neue Projekte statt täglicher Routine, körperliche Arbeit an der frischen Luft – Heinen fühlt sich einfach wohl als Dachdeckerin. Auch wenn sie dank größerer Verantwortung mittlerweile mehr Zeit als früher im Büro verbringt, gehört die Baustelle zu ihrem Selbstverständnis dazu.

Johanna Heinen im DDH Film

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Malte von Lüttichau

Den ausführlichen Beitrag lesen sie in DDH 09.2014.

zuletzt editiert am 27. April 2026
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