News 2010-04-26T00:00:00Z Mit Tradition in die Zukunft

(3.02.2009) Einhundert Jahre Firmengeschichte, in der fünften Generation Familienunternehmen FOS feierte ein stilvolles Firmenjubiläum im Bochumer Stanzwerk. Auch nachdenkliche Töne wurden angeschlagen, das sauerländische Unternehmen bekannte sich klar zu seiner sozialen Verantwortung.

Das Unternehmen hatte sich einen stimmungsvollen Ort für das Jubiläum ausgesucht: Das Bochumer Stanzwerk am Ruhrhang bot als Industriedenkmal den passenden Rahmen für den Rückblick auf einhundert Jahre Firmengeschichte und Ausblicke in die Zukunft. Das Unternehmen um Geschäftsführer Jan Kaemper hatte Kunden, Mitarbeiter und Ehrengäste in die zum Veranstaltungssaal umgebaute Maschinenhalle geladen, um zwischen stillgelegtem Schmelzofen und Senkschmiede die Feier zu begehen.

In seiner Rede dankte Kaemper den Anwesenden und Partnern des Unternehmens, besonders aber den Mitarbeitern der älteren Generationen. Ihr Fleiß und Einsatz besonders nach dem Krieg hätten einen großen Anteil am einhundertjährigen Bestehen des Unternehmens gehabt. Es seien vor allem Eigenschaften gewesen, so Kaemper, die die Erfolgsgeschichte begründet hätten: "Fleißig, strebsam, beharrlich, ehrlich, gottesfürchtig ich habe den Wunsch diesen Weg weiterzugehen", betonte der Geschäftsführer die künftige Ausrichtung des Unternehmens.

Hilfe für in Not Geratene

Natürlich wolle ein Unternehmen Geld verdienen, sagte Kaemper, es gehe aber um mehr: Produkte herzustellen, die helfen, in die Zukunft zu investieren, Arbeitsplätze zu sichern und "Menschen zu helfen, die in Not geraten sind." Das karitative Firmenengagement unterstrich FOS mit einer Spendenaktion für ein Schul- und Bildungsprojekt in Indien zugunsten der Dalits (Selbstbezeichnung der ehemals als "Unberührbare" bezeichneten Bevölkerungsschicht). Detlef Eigenbrodt von der unterstützten Hilfsorganisation OM Deutschland stellte das Projekt vor.

Den Blick in die Zukunft warf Thilo Elsner, Leiter der Sternwarte in Bochum. Elsner referierte über die Folgen des Klimawandels und verdeutlichte, wie sich die Stürme in Deutschland dadurch wandeln. "Wir sind bereits stark in den Klimawandel eingestiegen - und er hat einen langen Bremsweg." Vormals tropische Stürme seien jetzt bereits regelmäßig auf den Kanaren festzustellen und wanderten weiter nach Osten. "Es mag zynisch klingen, aber als Hersteller von Sturmklammern werden sie einen wachsenden Markt zu verzeichnen haben", sagte Elsner. Schätzungen der Versicher zeigen schon jetzt, dass Stürme Erdbeben als finanziell größte Bedrohung abgelöst haben.

Ein Muss für Dachdecker

ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider lobte in seinem Grußwort die lange und enge Partnerschaft des Unternehmens mit dem Dachdeckerhandwerk. "Ihre Produkte sind ein Muss für Dachdecker", sagte Schneider, lobte das Sauerländer Unternehmen als "treuen Gast" der DACH+HOLZ und ihrer Vorgänger und nutzte die Gelegenheit, auf den am 8. bis 9. Mai stattfindenden Bundeskongress in Weimar hinzuweisen. Im Anschluss an die Reden ließen die Gäste bei Buffett und musikalischer Unterhaltung der "Indigo Jazz Lounge" den Jubiläumsabend ausklingen.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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