Neugierige Blicke, tastende Hände und gezielte Fragen bei der Fachtagung Altdeutsche Deckung Anfang März in Mayen. Fotos: DDH

Steildach

20. March 2019 | Teilen auf:

Monumentum für Altdeutsch

Monumentum für Altdeutsch: Mit einem neuen Schieferprodukt möchte Rathscheck Schiefer die Dachdecker überzeugen. Rund 100 Gäste diskutierten über die Grundlagen und die Zukunft der Altdeutschen Deckung.

Abbau von Moselschiefer

Altdeutsche Deckung

Was nutzt Schiefer, wenn es keiner mehr verarbeiten kann?

Wichtig sei es darüber hinaus, den Nachwuchs nachhaltig für die Königsdisziplin des Schieferns zu begeistern, so Referent Artur Wierschem, Geschäftsführer des Bundesbildungszentrums des Deutschen Dachdeckerhandwerks sowie stellvertretender Hauptgeschäftsführer des ZVDH, im nachfolgenden Vortrag zur Ausbildung in der Altdeutschen Deckung.

„Rathscheck und andere Schieferhersteller können so viel Schiefer produzieren wie sie möchten. Wir brauchen Fachkräfte die diese auch verarbeiten.“ Gemeinsam mit den Tagungsteilnehmer schaute er auf die Ausbildungslehrpläne der angehenden Dachdeckergesellinnen- und Gesellen und hielt fest, dass das übergreifende Wort „Schiefer“ allgemein, lediglich an zwei Stellen innerhalb der drei Lehrjahre erwähnt wird. Dies ist erschreckend, aber nicht zu ändern, so Wierschem. Vielmehr sind die Betriebe gefordert, die Auszubildenden an die hohe Kunst des Schieferns zu bringen. Darüber hinaus können natürlich die Meisterausbildung und Fort- und Weiterbildungen helfen, Schiefertechniken und insbesondere die Altdeutsche Deckung, zu verinnerlichen.

Schiefertradition lebt fort

Abschließend stellte sich die Teilnehmer zurecht die Frage, nach der Zukunft der Altdeutschen Deckung. Monumentum heißt das neue Produkt für die Altdeutsche Deckung von Rathscheck. Die Gesteinscharakteristik und Formatvielfalt der in Galicien gewonnenen Steine, soll den Geist der 200-jährigen Moselschiefer-Tradition fortleben lassen. In den Pausen hatten die Schieferexperten Zeit, das neue Schiefergestein an einem Modell „erleben“ zu dürfen. Mit kritisch, professionellem Blick begutachteten die Schieferdecker das Modell und tauschten sich in persönlichem Gespräch dazu aus.

Michael Zenk