Um sich für potenziellen Dachdecker-Nachwuchs „cool“ darzustellen, sind Bayerns Dachdecker immer für neue Ideen aufgeschlossen. Während sich im vergangenen Jahr die Dachdecker-Lehrlinge für den Bau der Riesen-Rampe für den Red Bull District Ride in Nürnberg ins Zeug legten, ging es in diesem Jahr um ein „Trainingsgerät“ für den Mountainbike-Profi Tobi Wrobel & Friends.
Nach den Vorgaben des Bike-Profis wurde im Ausbildungszentrum die Grundkonstruktion der 6 Meter hohen Rampe gefertigt. Ab Frühsommer erfolgte der Aufbau am BikePark Osternohe. Der PR-Mann des Landesinnungsverbandes Bayern, Harald Friedrich, schlug vor, daraus eine Story für Facebook zu machen. In kurzen Posts wurde eine Dramaturgie aufgebaut, die Neugier wecken sollte. Während die ersten Beiträge noch mit keinem Wort verrieten, was da gebaut wird, wurde das Geheimnis über Wochen Stück für Stück gelüftet. Über 30.000 mal wurden diese Beiträge auf Facebook angeklickt.
Im Juli lud die Pressestelle dann zur „Jungfernfahrt“ ein. Sowohl die Regionalzeitung als auch Antenne Bayern waren dabei, als Tobi Wrobel die erste Abfahrt über die 60 Grad steile Rampe absolvierte. Und noch vor den bayerischen Sommerferien wurde die Rampe mit Aludibond-Platten verkleidet – in edlem, matten Schwarz mit dem unübersehbaren Link auf die Praktikumsbörse der Bayerischen Dachdecker und dem „Prädikat“: Gebaut von Lehrlingen des Bayerischen Dachdeckerhandwerks.
Unterstützt wurde das Projekt durch Braas, Klöber und Prefa, die Material für den Aufgang der Rampe zur Verfügung stellten. Ein großer Teil des Holzbedarfs konnte aus der Red Bull District Ride Rampe in Nürnberg einer Wiederverwendung zu geführt werden.
Eine abgehobene Idee, gibt auch Kay Preißinger zu. Aber eine dauerhafte Werbung genau dort, wo die jungen Trendsportler der Mountainbike-Szene an jedem Wochenende anzutreffen sind.