2012-05-10T00:00:00Z Nageln ohne Leitung

Nageln, ohne hinterher mit dem Hammer nachzuschlagen. Das verspricht ein neuer Anbieter von Gasnaglern. Drei Holzspezialisten überzeugten sich von der Schlagkraft des Geräts, Abzüge gab es beim Gewicht.

Unsere beliebten Leseraktionen gehen in eine neue Runde. Nach der großen Resonanz zum Baustellen-Radio von Bosch (DDH 11/2011) ging es diesmal wieder um ein technisches Gerät, einen Streifennagler Modell Tjep GRF 34/105. "Der Gasnagler ist einfach zu bedienen. Er ist schnell betriebsbereit, das lästige Anschließen eines Kompressors und Auslegen eines Druckluftschlauches entfällt", sagt Zimmermeister Michael Witt von der Firma Rheindach aus Hilden, die Dachdecker- und Zimmererarbeiten aus einer Hand anbietet. Der Betrieb gehört zu den 100-Top-Dachdeckern Deutschlands und lässt sich und seine Bauprojekte vom Qualitätsmanagementsystem Mock überprüfen. Auf www.rheindach.de wirbt das Team mit einem eigenen Firmenvideo. Den Gasnagler setzen Witt und sein Team zum Beispiel beim Beplanken eines Holzständerwerkes mit OSB-Platten ein: "Wir verwenden den Nagler zum Festnageln von Pfosten und bei der Verlattung mit Rahmenhölzern", erläutert sein Partner, Geschäftsführer Dachdeckermeister Christian Alexander

Starke Leistung, schweres Gewicht

"Die Vorbereitung für den ersten Einsatz und die Handhabung waren benutzerfreundlich. Eingesetzt haben wir den Nagler für das Montieren von Dielen als auch für das Nageln von Dachlatten. Die werkzeuglose Einstellung der Einschlagtiefe ist besonders nutzerfreundlich und optimiert die Arbeitsprozesse auf der Baustelle", betont Dachdecker Kurt Walter aus Frankfurt an der Oder. Verbesserungswürdig sieht Walter die Reinigung: "Der Luftfilter musste oft gereinigt werden. Dadurch ist er wartungsintensiver als Druckluft Nagler."

Dachdecker Armin Prell aus Haag war der dritte Tester. Das Unternehmen ist ein kleiner mittelständischer Betrieb und Mitglied der Dachdeckerinnung Bayreuth. "Gefallen hat uns die Auflagefläche zum Nageln, da diese sehr leicht einzudrücken ist. Außerdem ist gut, dass ich an einem Verstellrad die Einschlagtiefe der Nägel reduzieren oder erhöhen kann", sagte Prell.

4,6 Kilogramm bringt die Maschine auf die Waage, für Alexander und sein Rheindach-Team ist so viel Gewicht gerade noch akzeptabel: "Das Handling ist befriedigend. Der Gasnagler ist nicht schwerer als andere Geräte, schafft aber auch 100mm Ringnägel wobei man sonst einen 130mm Druckluftnagler benutzen müsste, der erheblich schwerer ist. Allerdings ist er kopflastig. Das Gerät könnte insgesamt etwas kleiner sein. Bei dauerhaftem Einsatz geht das Gewicht sehr auf das Handgelenk", ergänzt Witt.

Das sah auch Armin Prell so: "Das Handling ist etwas gewöhnungsbedürftig, da der Nagler nach vorne abkippt und dies bei größeren Flächen Auswirkung auf das Handgelenk hat." Viel Lob gab es dagegen für die Leistung: "Positiv ist die Kapazität der Nagelriegel, die Akkuleistung ist sogar hervorragend. Der Gasnagler konnte mit nur einer Ladung rund drei Stunden betrieben werden", betont Christian Alexander. "Auch wir waren positiv überrascht, wie lange die Akkuleistung hält. Die ist deutlich länger als bei anderen Geräten", ergänzt Prell.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 10/2012.

Johannes Messer

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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