News 2013-04-25T00:00:00Z Neubau nach Brandkatastrophe

Am 16. Juni 2011 erlangte die Vedag GmbH auf YouTube traurige Berühmtheit. Der Grund: Zahlreiche Videos über das verheerende Großfeuer auf dem Gelände wurden online gestellt. Die schwarze Rauchwolke war über ganz Bamberg zu sehen: Der Brand der Bitumenbahnen-Produktionshalle am Stammsitz des traditionsreichen Unternehmens beschäftigte mehr als 100 Feuerwehrleute.

Es war auf dem eng bebauten Gelände an der Geisfelder Straße in Bamberg eine ziemliche Katastrophe und ein Riesenglück, dass das Feuer nicht auf die Nachbargebäude übergegriffen hatte.

Knapp zwei Jahre später ist von dem verheerenden Brand nichts mehr zu sehen: 15 Millionen Euro wurden investiert, und nun steht an alter Stelle, eine nach eigenen Aussagen, der modernsten Produktionsanlagen der Branche, speziell bezogen auf die ebenfalls neue Mischanlage. Vedag will so bei der Produktion hochwertiger Flachdachabdichtungen neue Maßstäbe setzen.

Stück für Stück

Nachdem schon im November 2011 die Überbleibsel der alten Anlage bis auf das wenige noch Brauchbare beseitigt worden waren, startete im März 2012 mit dem Setzen der ersten Fertigteilstützen der Neubau. Dipl.-Ing. (FH) Fabian Barcsik vom am Entwurf beteiligten Architekturbüro Lu:p aus Grub am Forst: „Noch bevor eine einzige Wand erstellt wurde, begann die Montage der Maschinenteile auf der komplett fertigen Industriebodenplatte, die in den Wintermonaten unter freiem Himmel erstellt werden musste.“

Seit September 2012 ist der Bau der Halle, bis auf Restarbeiten im Inneren, beendet: Die neue Produktionshalle ist 83,50 Meter lang, 21,90 Meter breit und 13,50 Meter hoch und hat 1800 Quadratmeter Grundfläche. Der neue Baukörper wirkt klar und schlicht, hat eine übersichtliche Gliederung und Aufteilung der Nutzungen im Gebäudeinneren.

Einsatz der Vedag-Produkte

Ein besonderes Augenmerk, so Fabian Barcsik, wurde auf eine verbesserte Qualität der Arbeitsstätten gelegt: „Mittig in der Halle wurde zum Beispiel ein Lichtband erstellt, das sich über die ganze Hallenlänge erstreckt und eine sehr gute Ausleuchtung mit Tageslicht gewährleistet. Das Lichtband dient zugleich als natürliche Entlüftung und Entrauchung im Brandfall. Auch auf das Thema Brandschutz wurde bei der Planung großer Wert gelegt.“

Beim Dachaufbau kamen selbstverständlich Vedag Produkte zum Einsatz: Die Oberlagsbahn Vedatop Duo, die Vedatop SU, Vedaporit EPS 035 und die Dampfsperrbahn VedagARD Multi SK- PLUS wurden auf dem Stahltrapezblechdach verarbeitet. Das Besondere dabei: Die Verlegung der Dachabdichtung erfolgte komplett in Eigenleistung der Vedag Lehrverleger und mit Unterstützung durch die Produktionsmitarbeiter.

Großes Augenmerk auf Emissionsreduzierung

Ein wichtiger Punkt bei der Planung der neuen Produktionsanlage war zudem die Minimierung der Emissionen. Hoch belastete Abgase werden künftig sofort verbrannt, gering belastete Abgase erhalten eine Natronwäsche und aufgrund des in sich geschlossenen Produktionssystems treten auch grundsätzlich weniger Abgase aus. Alle Einzelmaßnahmen dienen dem gemeinsamen Zweck der Verringerung der Umweltbelastung und der Reduzierung der Geruchsbelästigung. In der neuen Produktionsanlage können nun noch mehr Massen gleichzeitig verarbeitet werden, wodurch eine deutliche Flexibilitätserhöhung der Produktion erreicht werden konnte. Das Gebäude ist darüber hinaus EnEV-konform gebaut.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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