Steildach

16. December 2010 | Teilen auf:

Neue Mütze für Hans Albers

Zielsetzung der Dachsanierung der Hans-Albers-Villa war die gestalterische Aufwertung. Gleichzeitig wurden energetische Verbesserungen durchgeführt. Der Dachhandwerker legte ein schlüssiges Gesamtkonzept vor. Dabei spielten die gewählten Dachziegel in Form und Farbe eine große Rolle.

Der berühmte Filmschauspieler Hans Albers hatte für seine Schwester eine Villa im Hamburger Stadtteil Rissen gekauft, die er selbst häufig während seiner Dreharbeiten, unter anderem zum Film "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins", bewohnte. Der heutige Eigentümer hatte den Wunsch, die Immobilie optisch aufzuwerten und eine energetische Verbesserung durchzuführen. Architekt und Bauherr ließen sich dazu von mehreren Bedachungsfirmen Vorschläge erarbeiten. Das Gesamtkonzept der Wrage GmbH aus Hamburg, die neben Sanitär- und Heizungsbau auch Dachklempner- und Dachdeckungsarbeiten ausführt, überzeugte.

Um sich einen Eindruck vom Istzustand des Daches machen zu können, hatte Klempnermeister Heiko Wrage das stark vermooste und mit Algen überzogene Dach an mehreren Stellen öffnen lassen. Dabei zeigte sich schnell, dass die vorhandene Wärmedämmung aus Mineralwolle in ihrem Dämmwert nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügte. Außerdem hatte offensichtlich ein Marder in ihr gehaust und sie stark zerfleddert. Schnell wurde klar, dass nur ein grundlegender Neuaufbau für Abhilfe sorgen konnte, um die Bausubstanz langfristig zu sichern, bei gleichzeitiger Aufwertung der Optik.

Upgrade für die Gestaltung

Bauherr und Architekt hatten dazu vorgegeben, die Architektur des Objektes und die Gestaltung in alter Form zu belassen; es aber durch den Einsatz attraktiver und langlebiger Baustoffe deutlich aufzuwerten. Die Wahl fiel auf den Hohlfalzziegel Z5 von Jacobi. Mit seiner betont geschwungenen Oberfläche zeigt dieser ein markant welliges Bild typisch für Norddeutschlands Dachlandschaften. Der engobierte Dachziegel entspricht im Farbton altschwarz der Farbgebung der ursprünglichen Deckung.

Das Sortiment des Hohlfalzziegels Z5 umfasst eine Fülle keramischer, also materialgleicher Dachrand- und Zubehörteile, womit vielfältige Möglichkeiten für eine kreative Dachgestaltung gegeben sind. So wurden beim Objekt in Hamburg systemzugehörige Firstziegel zur Gratabdeckung eingesetzt. Die Regeldachneigung des Z5 beträgt ≥ 22 Grad. Pro Quadratmeter werden rund 13 Ziegel benötigt. Mit einem Gewicht von vier Kilogramm pro Stück erlaubt er dem Verarbeiter ein gutes Handling auch auf steil geneigten Dachflächen.

Um die anspruchsvolle Architektur konsequent einzuhalten, kamen für alle anderen Baustoffe ebenfalls langlebige Materialien zur Anwendung. So wurden alle Metallarbeiten (Kehlen, Dachrinnen, Fallrohre, Dachgauben-, Kaminkopfbekleidungen) ausschließlich in Kupfer ausgeführt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 01|2011.

zuletzt editiert am 24.02.2021