Markt 2011-08-10T00:00:00Z Nur einmal im Dachdeckerleben

DDH Sanierungspreis Andreas Ulland war der erste Gewinner des DDH Sanierungspreises.Der Dachdecker- und Klempnermeister aus Ahaus berichtet, was er mit den 10.000 Euro gemacht hatund wie er die Auszeichnung für sein Marketing nutzt.

"So ein Objekt bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Dachdeckerleben", gab Andreas Ulland nach der Preisverleihung an. Bescheiden stellte der Dachdecker- und Klempnermeister aus Ahaus seine eigene Handwerksleistung zunächst zurück. Dabei erfüllte die handwerkliche Qualität der Ausführung durchaus die hohen Ansprüche des Bauherrn und überzeugte die kritische Jury gleichermaßen. Das Dach der NRW-Bank in Münster erhielt eine Deckung aus Mönch-Nonne-Ziegeln. Die anspruchsvolle Arbeit verlangte von Ulland eine detaillierte Absprache mit Bauherrn und Architekten. So kamen zum Beispiel zur Sicherung der Mönch-Nonne-Ziegel gegen Windsogkräfte speziell angefertigte Sturmklammern aus Edelstahl zur Anwendung. Bis zur Sonderanfertigung der 6.000 Klammern waren fünf Probebiegungen und Bemusterungen erforderlich. Die Mühe hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ein strahlender Andreas Ulland freute sich über den ersten Preis und 10.000 Euro, überreicht und gefeiert auf der DACH+HOLZ International. Als "Sanierung im besten Sinne" lobte ZVDH-Präsident und Jurymitglied Karl-Heinz Schneider in seiner Laudatio die Arbeit des Preisträgers.

Im zweiten Schritt beworben

Seit der Verleihung ist einige Zeit vergangen. Unserer Planungen für den zweiten DDH Sanierungspreis laufen, die Messe DACH+HOLZ International plant ihre Schwerpunkte für das kommende Jahr. Bei Andreas Ulland ist Alltag eingekehrt. Er hat wie die meisten Dachdecker viel zu tun. Dennoch erinnert er sich gerne an seinen großen Gewinn, den ersten DDH Sanierungspreis 2010.

Wie sind Sie bei Ihrer Bewerbung vorgegangen?

Erst ist mir die Anzeige im DDH nicht aufgefallen, doch beim zweiten Hinsehen habe ich mir überlegt mit unserem Objekt am Wettbewerb teilzunehmen. Als ersten Schritt habe ich mit allen beteiligten Personen (Architekten/Bauherren…) Rücksprache gehalten, um abzustimmen, ob eine Partei einen Einwand gegen eine eventuelle Veröffentlichung in der Presse hat. Nach der freundlichen Zusage aller Beteiligten habe ich mit der Ausarbeitung der Bewerbungsmappe begonnen.

Wie fanden Sie die Bewertungskriterien?

Die Bewertungskriterien habe ich als sehr offen empfunden. Es gab zwar gewisse Rahmenbedienungen, wie die genauen Angaben zum Objekt oder das Vorhandensein der Bildrechte für die Veröffentlichung. Ansonsten konnte man die Bewerbung mit einer Beschreibung zum Objekt oder zur Situation vor der Sanierung frei festlegen und gestalten.

Wie haben Sie die Preisverleihung auf der DACH+HOLZ International erlebt?

Der Tag der Preisverleihung war spannend. Er war gefüllt mit Interviews, Fototerminen und Gesprächen mit der Presse. Es war ein seltenes Erlebnis, das man gar nicht mehr so genau wiedergeben kann. Man bekommt ja nicht alle Tage einen Preis für seine geleistete Arbeit

Was haben Sie mit dem Preisgeld gemacht?

Wir sind am Tag nach der Preisverleihung noch mal auf die Messe gefahren und haben uns mit einem Hersteller von Klempnermaschinen auf den Kauf einer elektohydraulischen Ausklinkeinheit geeinigt.

Werden Sie sich nochmal bewerben?

Ich werde mich auf jeden Fall wieder bewerben. Allerdings ist bis Oktober diesen Jahres die passende Sanierungsmaßnahme noch nicht in Aussicht um am Sanierungspreis 2012 teilzunehmen. Ich hoffe aber beim nachfolgendem Sanierungspreis wieder dabei sein zu können.

Nutzen Sie den Preis für Ihr eigenes Marketing?

Immer wieder werden wir auf den Sanierungspreis angesprochen und profitieren natürlich davon. Dass wir immer noch damit im Gespräch sind, ist natürlich auch auf unsere Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Sanierungspreis zurückzuführen. Wir werben auf

www.ulland-dachtechnik.de

und mit Werbeanzeigen in Flyern und Zeitungen.

Alle Informationen zum Wettbewerb sind online unter www.sanierungspreis.ddh.de abgelegt. "Herzstück" einer Bewerbung ist das dort

als Pdf-Dokument hinterlegte Teilnahmeformular,

in dem Bewerber Fragen zu ihrem Sanierungsobjekt beantworten

Johannes Messer

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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