Marketing 2010-11-26T00:00:00Z Nutzen richtig verkaufen

Modernisierung: Weil Fluglärm durch Dachkonstruktion und Fenster drang, entschied sich die Eigentümergemeinschaft für eine Komplettsanierung mit Lärmschutzmaßnahmen. Dachdeckermeister Robert Velder überzeugte mit seinem Konzept.

Ein Ehepaar und eine Bekannte beschlossen im Jahr 2006 gemeinsam ein Vierfamilienmiethaus zu kaufen, um darin auch selber zu wohnen. Das Haus aus dem Jahr 1952 hatte die letzte, größere Modernisierung im Jahr 1985 erfahren. Durch die Erweiterungen des Flughafens durch eine zweite Start- und Landebahn lag das Haus nun in einer Lärmschutzzone (Tagschutzgebiet). Der Airport Düsseldorf liegt mit knapp 18 Millionen Passagieren und 228.000 Flugbewegungen hinter Frankfurt, München und Berlin auf dem Rang vier in Deutschland. Das ist gut für die Wirtschaft und die vielen Arbeitsplätze, aber es ist zum Leidwesen der Anwohner der angrenzenden Stadtteile von Düsseldorf, Ratingen und Meerbusch. Ausgangspunkt war das Programm des Flughafens, um die Schallimmissionen zu lindern. Der Lärm kommt im Wesentlichen durch die Dachkonstruktion und die Fenster. Um die Bewohner zu schützen, bedarf es einer besonderen Planung und sorgfältigen Ausführung der Arbeiten.

Informationen für Sanierung

Nachdem man das Haus gekauft hatte, erkundigten sich die Eigentümer im Bürgerbüro des Flughafens über die Möglichkeiten des Lärmschutzes. Schnell wurde den Eigentümern klar, dass man das Thema Lärmschutz nicht getrennt von übrigen Modernisierungsmaßnahmen sehen sollte. Und so begann die intensive Orientierungsphase der Eigentümer. Ein Energieberater untersuchte das Haus und gab schließlich konkrete Modernisierungsempfehlungen in einem Energieberatungsbericht. Zur Verdeutlichung: Mit circa 26 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr hatte das Haus neben dem schlechten Schallschutz auch eine schlechte Energiebilanz. Als Informationsquellen nutzte man Energiesparmessen/Immobilientage und die Ausstellung im Baufachhandel von Bauen+Leben (über zwanzig Standorte in der Region). Nach einem ersten Fazit fasste man folgende Ist-Situation zusammen:

- Schlechter Allgemeinzustand (Modernisierungsbedarf)

- Schlechter Schallschutz

- Geringer Wärmeschutz/kaum sommerlicher Hitzeschutz

- Optik und Standard als bisheriges, reines Mietobjekt ist "funktionsorientiert"

- Technischer Standard aus den achtziger Jahren (über 25 Jahre alt)

Peter H. Nöcker

Zum Video "Ein neues Dach" im Zeitraffer

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 23|2010.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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