BAU

01. February 2013 | Teilen auf:

Planen und Bauen international

BAU 2013 Die BAU in München hat in diesem Jahr an Internationalität nochmals zugelegt. Erstmals lag der Anteil der ausländischen Besucher bei über 60.000. Mehr und mehr wird die alle 2 Jahre stattfindende Ausstellung ihrem Ruf als "Architekturmesse" weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gerecht.

Die BAU, Leitmesse für Architektur, Materialien, Systeme, ist 2013 noch internationaler und noch professioneller geworden. Auf diesen Nenner lassen sich die 6 erfolgreiche Messetage bringen. Trotz teilweise widriger Witterungsverhältnisse mit schneebedeckten Straßen und Hunderten Flugausfällen kamen über 235.000 Fachbesucher nach München. Damit wurde erneut der Rekordwert von 2011 erreicht. Bei den internationalen Besuchern wurde erstmals die Marke von 60.000 übertroffen. Besonders starke Zuwächse gab es aus Russland (2.920 Besucher), China (1.091) und Japan (750). Die BAU, so der Tenor von Seiten der Aussteller, legte qualitativ noch einmal zu, sowohl hinsichtlich der Standarchitektur und Produktinszenierung als auch bezüglich der Qualität der Fachbesucher. Ihrem Ruf als "Architektenmesse" machte die BAU auch diesmal alle Ehre. Es kamen rund 50.000 Besucher aus Architektur- und Planungsbüros.

Neue Outfits bei den Ausstellern

Auffällig waren in diesem Jahr die vielen neu konzipierten Messestände. Auch die Dachbaustoffhersteller, überwiegend in den "A-Hallen" platziert, überraschten mit neu durchdesignten Präsentationen. Thematisch stand dabei oft der zunehmende Systemgedanke im Vordergrund. Auf 180.000 m² Hallenfläche präsentierten sich 2.060 Aussteller aus 41 Ländern. Ebenso wie viele andere Aussteller hatte auch Martin Hörmann, stellvertretender Vorsitzender des Ausstellerbeirats der BAU und persönlich haftender Gesellschafter, Hörmann KG, den Eindruck, dass die BAU noch mehr Besucher aus dem Ausland angezogen hat: "Das Publikum war nach meiner Einschätzung noch internationaler. Insbesondere aus den Anrainerstaaten und aus Osteuropa kamen noch mehr Besucher als 2011." Das alles überragende Thema der BAU war dieses Mal das nachhaltige Planen und Bauen, dessen verschiedene Facetten, nicht nur aus technisch-funktionaler, sondern auch aus sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Sicht in Foren und Sonderschauen beleuchtet und diskutiert wurden. Die entsprechenden Sonderschauen wurden von der Fraunhofer-Allianz BAU, der DGNB Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, dem ift Rosenheim sowie der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik realisiert. Bei vielen Ausstellern dominierte die Farbe Grün, sie richteten ihre Produktpräsentationen ganz auf das "Green Building" aus. Erneut wurden im Rahmen der BAU zahlreiche Preise verliehen. Höhepunkt war sicher die Bekanntgabe der Gewinner der Archi-World-Academy, einem Wettbewerb, den die BAU gemeinsam mit dem Architekturportal Archi-World ausgeschrieben hatte. Die 12 Gewinner, die aus weit über 1.000 Bewerbern aus aller Welt ausgewählt wurden, dürfen sich über halbjährige Praktika bei internationalen Top-Architekten freuen und zeigten sich begeistert Seite an Seite mit ihren künftigen Arbeitgebern. Das große Los zog Diana Vatinyan, die von Daniel Libeskind für ein halbjähriges Praktikum in seinem New Yorker Büro ausgewählt wurde. "Was heute passiert ist, macht mich sprachlos", sagte die aus Russland stammende junge Architektin.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der DDH Ausgabe 03.2013.