Michael Thomas aus Arnsberg hat den Nissan Cabstar getestet und lobt den robusten Aufbau. Bei seiner Einschätzung weiß der Dachdeckermeister, wovon er spricht - seit circa 3 Jahren fährt er ein ganz ähnliches Fahrzeug.
Das Losglück lag im Sauerland: Michael Thomas, Dachdeckermeister und Inhaber des gleichnamigen Bedachungsbetriebes in Arnsberg, testete 4 Wochen lang den Nissan Cabstar Pritschenwagen. Im Gespräch am Ende des Testzeitraumes konnte Thomas aber auf viel umfangreichere Erfahrungen zurückblicken. Seit gut 3 Jahren besitzt der Dachdecker ein ganz ähnliches Fahrzeug, die Doppelkabine des Cabstars, privat ist er lange Jahre den Pick-up Navara gefahren: "Als Nissan-Fahrer interessierte mich, was es Neues in der Modellreihe gibt", beschreibt Thomas seine Motivation, an der Aktion teilzunehmen. Die frischen Eindrücke deckten sich mit seiner Langzeiterfahrung: "Die Nutzfahrzeuge haben wirklich LKW-Charakter von der Traglast und von der Robustheit. Bei vielen Herstellern hat man den Eindruck, dass die kleineren Nutzfahrzeuge aus der PKW-Schiene entstanden sind, die sind meiner Meinung nach nicht so robust."
Gefragt nach dem Fahrgefühl, verweist Thomas auf die direkt ansprechende Lenkung und die straffe Federung. Fahrbahnunebenheiten fangen an der Vorderachse Einzelradaufhängungen mit Querblattfeder ab. Hinten arbeitet eine Starrachse mit Blattfedern. "Die Federung ist insgesamt eher hart, ich denke, das kommt durch die Nutzlast, man kann doch ordentlich was draufpacken." Der Eindruck täuscht nicht, der Pritschenwagen gehört zu den Klassenbesten in Sachen Zuladung.
Praktische Details
Zum Einsatz kommt das Fahrzeug im Betrieb von Michael Thomas vor allem beim Materialtransport zu den Baustellen. Die Pritsche mit ihrer Ladeklappe hat dabei bisher keine Probleme bereitet. "Die Mechanik der Griffe ist vielleicht etwas speziell, funktioniert aber sehr gut." Als praktisches Detail empfindet Thomas die angebrachten Ketten, die ein horizontales Fixieren der Ladeklappe beim Transport längerer Gegenstände ermöglichen. An seinen eigenen Fahrzeugen hat Thomas gegenüber dem Testfahrzeug einige Modifikationen vorgenommen, darunter ein Leitergestell und zusätzliche Ösen an den Bracken, um Sicherheitsnetze sicher befestigen zu können. "Wir lassen bei unseren Fahrzeugen außerdem noch Kisten an die Unterseite montieren, um Werkzeug vor Diebstahl zu schützen."
Viele Ablageflächen
Positiv fielen im Innenraum die zahlreichen Ablageflächen auf, zusätzlich zu den üblichen Flächen können Fahrer auch Unterlagen am Fahrzeughimmel und direkt über dem Cockpit verstauen.
Ergonomisch bereitete der Cabstar dem Bedachungsunternehmer keine Sorgen, seinen Beitrag dazu leistet ein höhenverstellbares Lenkrad. Als Ganzes ist der Innenraum im Vergleich zur im Betrieb gefahrenen Doppelkabine großzügiger ausgelegt, auch die Formensprache der Kabine vermittelt mit ihren großen eckigen Flächen eher das Gefühl eines ausgewachsenen Lastkraftwagens als das eines herkömmlichen Transporters. Insgesamt, so Thomas, sei der Innenraum "in Ordnung. Alles ist gut verarbeitet und sinnvoll angeordnet."
Malte von Lüttichau
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 18.2012.