BAU

24. January 2011 | Teilen auf:

Rekord-Besuch in München

Messe: Rund 235.000 Interessierte haben die BAU 2011 besucht. Mit einem Besucher-Plus von fast zehn Prozent untermauerte die Großmesse ihre Position als Branchenführer. Auch in diesem Jahr war die "Dachhalle" A3 ein Zuschauermagnet. Wir fassen zusammen.

Die Vielfalt und Qualität eines Messeangebots zusammenzufassen, fällt immer schwer, erst recht bei einem Branchenriesen wie der BAU mit in diesem Jahr über zweitausend Ausstellern. Als Gradmesser des Erfolgs dienen daher meist Zahlen die 2011 eine deutliche Sprache sprechen: Die jüngste Auflage der BAU war in allen Belangen ein Rekordjahrgang: 235.000 Besucher an sechs Messetagen bedeuten ein Besucher-Plus von rund zehn Prozent gegenüber 2009. Einen so starken Anstieg gab es in der fast fünzigjährigen Geschichte der BAU noch nie. Damit, fasste der Veranstalter zufrieden zusammen, "stößt die größte und wichtigste Fachmesse der Baubranche in neue Dimensionen vor." Auch die internationale Ausrichtung der Messe wurde bestätigt, diese Besuchergruppe wuchs von 18 auf 24 Prozent an.

Besuchermagnet "Dachhalle" A3

Vom ersten Tag an herrschte ein starker Andrang auf die Messehallen, so das einhellige Echo der Aussteller. "Die BAU war ein sehr guter Start ins Jahr, die Stimmung unserer Kundschaft ist äußerst positiv", so Astrid Unger, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Velux. "Am Mittwoch und Donnerstag war der Besucheransturm sogar extrem" stellte Erlus-Vorstand Peter Maier fest. Michael Wiessner, Vorstand, Saint-Gobain Isover: "Wir sind begeistert. Der Zuspruch an unserem Stand ist hervorragend, vom ersten Tag an hatten wir durchgehend zahlreiche Gespräche und Kontakte." Wieder einmal besonders starker Andrang herrschte in der Halle A3, wo ein Großteil der Dachbranche seine teilweise spektakulären Stände aufgebaut hatte. Dort gab es einige Neuvorstellungen zu sehen (siehe dazu unsere Produktschau auf den kommenden Seiten), viele Hersteller setzten zudem nach dem die DACH+HOLZ im Vorjahr Schauplatz einer Fülle von Produktneuheiten war auf die Vertiefung der Produktpalette und Ergänzung ihres Serviceangebots. Auffälliger Trend: Die Welle mobiler Anwendungen schwappt immer stärker in den Baubereich.

Wirtschaftswachstum im Bau

Eröffnet wurde die BAU am 17. Januar mit dem sogenannten "Ribbon Cutting" von Bundesbauminister Peter Ramsauer. Der Minister hob die herausragende Bedeutung der BAU hervor und stellte der Branche für 2011 ein "spürbares Wachstum von 1,5 bis 1,8 Prozent" in Aussicht. Bei der Eröffnung an Ramsauers Seite: Mustafa Demir, Minister für öffentlichen Bau und Siedlungswesen der Republik Türkei, der auf Einladung des Bundesbauministeriums nach München gereist war und sich sichtlich beeindruckt zeigte von der schieren Größe der BAU und der teilweise spektakulären Standarchitektur. Auffällige Standbauten, randvolle Hallen, intensive Gespräche mit gut informierten Kunden und Standpersonal, das alle Hände voll zu tun hatte, um die Nachfrage zu befriedigen und alle Kundenwünsche zu erfüllen so erlebten die meisten Teilnehmer die sechs Tage von München. Bereits ein Jahr vor Messebeginn nahezu ausgebucht, schafften es zahlreiche Unternehmen nur noch auf die Warteliste.

Die vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführte Befragung bestätigen Besucherzahlen und Ausstellerzufriedenheit. Danach bewerteten 96 Prozent der Besucher die BAU mit "ausgezeichnet bis gut", 97 Prozent wollen wieder kommen. Top-Bewertungen gab es insbesondere für die Vollständigkeit und Breite des Angebots sowie für die Präsenz der Marktführer. 93 Prozent der Besucher sehen die BAU als Leitmesse. Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Wer in der Absicht kam, konkrete Investitionen zu tätigen, konnte dieses Ziel auf der Businessplattform BAU auch erreichen. Außerdem erklärten fast alle Besucher, bei der Vorbereitung von Investitionen oder der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen erfolgreich gewesen zu sein. Die einzelnen Ausstellungsbereiche wurden durchweg von mindestens 90 Prozent der Besucher mit "ausgezeichnet bis gut" bewertet. Kritik gab es lediglich für die Umsetzung der Ausstellung auf dem Freigelände. Der Fachbesucheranteil lag bei 96 Prozent. Aus der Befragung ging außerdem hervor, dass die Stimmung in der Baubranche deutlich besser geworden ist. Beurteilten 2009 nur gut die Hälfte der Befragten die wirtschaftliche Situation mit "ausgezeichnet bis gut", so blicken heute 82 Prozent optimistisch in die Zukunft. Die Aussteller beurteilten die BAU so gut, dass praktisch keine Steigerung mehr möglich ist. Fast alle, genau 97 Prozent, bewerteten die Messe mit "ausgezeichnet bis gut" und wollen auch 2013 wieder teilnehmen. Die Qualität der Besucher erhielt von 95 Prozent der Aussteller Bestnoten. Ähnlich wie bei den Besuchern wird die wirtschaftliche Situation der Branche deutlich optimistischer beurteilt als noch vor zwei Jahren. 85 Prozent der Aussteller blicken erwartungsvoll in die Zukunft.

Unseren ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 04/2011.

Elke Herbst, Malte von Lüttichau

Die 20. BAU findet vom 14. bis 19. Januar 2013 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.

Zu unserer Fotostrecke BAU 2011

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