News 2010-04-27T00:00:00Z Richtfest für ein Großprojekt

Im Zuge des zweiten Bauabschnitts der umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten am Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks im sauerländischen Eslohe konnte am 05.06.2009 das Richtfest für einen neuen Werkhallenbereich gefeiert werden.

Zimmermeister Jens Grote stand traditionell am bunten Richtkranz hoch über den Gästen und sprach seinen Richtspruch. Mit dem Wurf des geleerten Schnapsglases auf den Grund des Gebäudes wünschte er dem Gebäude eine gute Zukunft. Anschließend begrüßten Landesinnungsmeister Manfred Struwe und Bauverbände-Hauptgeschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop die Ehrengäste, die Mitarbeiter des Bildungszentrums und die tatkräftigen Handwerker.

Manfred Struwe erklärte, dass eine gute Fachausbildung der jungen Dachdecker am Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks im Mittelpunkt des Geschehens stehe. Er appellierte an alle westfälischen Dachdeckerbetriebe, ihre Ausbildungsbereitschaft aufrecht zu erhalten, um möglichst vielen Jugendlichen eine Perspektive im Handwerk zu geben.

Hermann Schulte-Hiltrop konnte auch den Präsidenten der Handwerkskammer Südwestfalen, Willy Hesse, begrüßen, durch dessen Engagement der Verkauf des Geländes an die westfälischen Dachdecker im Jahr 2007 zustande kam. Schulte-Hiltrop lobte in seiner Rede besonders die Dachdeckerbetriebe Westfalens, die mit ihrer Verbundenheit zum Ausbildungsort Eslohe und ihren Beiträgen ein solches Ausbildungszentrum überhaupt ermöglichen. Der Bürgermeister der Gemeinde Eslohe, Reinhold Weber, überbrachte seine Wünsche an den Bauherren und hob besonders das Jahrzehnte lange, enorme Engagement der Dachdecker in Eslohe hervor.

Projektleiter Jürgen Gerbens erklärte den späteren Nutzen der frisch eingeweihten Werkhalle. Auf über 550 m2 Fläche entsteht eine neue Werkhalle für die überbetriebliche Ausbildung und ein Zentrallager für die Bevorratung der benötigten Materialien. Gleichfalls werden im zweiten Bauabschnitt rund 900 m2 bestehende Hallensubstanz von Grund auf saniert. In diese Hallen werden im August 2009 die Schüler der seit 1998 bestehenden Nebenstelle in Eslohe-Frielinghausen einziehen.

Im ersten Bauabschnitt wurden gemäß dem aufgestellten Bauzeitenplan bereits ein neues Treppenhaus, die Sanierung des Werkhallen - Sozialtraktes, eine Parkplatzfläche und ein kleiner Sportplatz für die aktive Freizeitgestaltung der Jugendlichen fertiggestellt. In ersten Bauabschnitt wurde 2008/09 ebenfalls der Küchentrakt des ehemaligen BBZ der Handwerkskammer Südwestfalen umgebaut. Hier entstanden großzügige und helle Schulungsräume für den Theorieunterricht im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung. Projektleiter Gerbens lud die Gäste nach dem Essen zu einem Rundgang durch die bereits umgebauten Gebäudeteile ein.

Nach der weitgehenden Fertigstellung der Neubau- und Sanierungsmaßnahmen im Werkhallenbereich beginnt im Juli 2009 der dritte Bauabschnitt, in dem das Wohnheim mit ca. 59 Doppelzimmern renoviert wird. Die Zimmer erhalten neben neuen Tür- und Fensteranlagen auch einen Internetanschluss für die Bewohner. Weiterhin wird das gesamte Gebäude entsprechend der ENEV energetisch überarbeitet. Die zusätzlich gedämmten Dächer und Fassaden erhalten eine neue Eindeckung aus Titanzink, Schiefer und Faserzementplatten. Nach der Sanierung des Wohnheims wird sich das im Jahr 1981 erbaute Gebäude als moderne und attraktive Komponente der baulichen Anlagen des Bildungszentrums zeigen.

Eine Herausforderung der besonderen Art wird sich im vierten Bauabschnitt für den Bauherrn, den Planer und den Projektleiter ergeben. Im Jahr 2010 wird ein bestehendes Verwaltungsgebäude zu einem innovativen Schulungs- und Erlebniszentrum für Solarthermie und Photovoltaik umgebaut. Die ersten Volumenmodelle des beauftragten Planungsbüros, Architekten und Ingenieure aus Arnsberg, lassen schon den hohen Innovationsgrad des Schulungszentrums erahnen.

Pünktlich zum Landesverbandstag am 17.09.2010 werden nach dem derzeitigen Bauzeitenplan die zahlreichen Umbau- und Neubauarbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt ca. 5 Mio. Euro, bestehend aus einem öffentlich geförderten Anteil und einem Eigenanteil, finanziert durch die Dachdeckerbetriebe Westfalens, werden dann in die Ausbildung des westfälischen Dachdeckerhandwerks investiert sein. Durch den Erwerb, den Umbau und die Modernisierung des ehemaligen Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Südwestfalen, die Integration der neuen Ausbildungsräume in die bereits bestehende Werkhallenstruktur und die enge Vernetzung des Bildungszentrums mit dem Berufskolleg des Dachdeckerhandwerks Westfalen entsteht in Eslohe ein hoch modernes und leistungsfähiges Ausbildungszentrum für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Dachdecker. Weitere Informationen über das große Ausbildungszentrum der Dachdecker in Westfalen finden Sie unter www.dachdeckerschule.de.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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