Freiliegende Bauteile benötigen dauerhaften Witterungsschutz durch Abdeckungen. Mit Zink steht dafür ein praxisbewährtes Baumetall zur Verfügung.
Jeder kennt Schäden an freiliegenden Gebäudeteilen durch Witterungseinflüsse wie Verfärbungen, Nässe- und Frostspuren. Dies sind Indizien für nicht vorhandene oder schadhafte Abdeckungen. Sie zeigen sich an Garten- und Trennmauern, Fensterbänken, Gesimsen, Giebeln, Attiken, Dachrändern und anderen Bauteilen. Abgesehen von der optischen Beeinträchtigung bergen derartige Schadstellen auch die Gefahr schwerwiegender Folgeschäden. Abhilfe schaffen fachgerecht ausgeführte, metallische Abdeckungen an allen gefährdeten Gebäudeteilen.
Praxiserprobte Werkstoffe verwenden
Damit sie funktionieren, müssen sie sturmsicher befestigt werden. Ferner sind regelkonforme Metalldicken, richtige Überstände und wirkungsvolle Überdeckungen notwendig. Nicht zuletzt müssen temperaturbedingte Längenänderungen unbeschadet aufgenommen und ausgeglichen werden. Außerdem sollten Abdeckungen aus einem praxiserprobten, langlebigen Werkstoff gefertigt werden. Am Bau bewähren sich Mauer-, Fensterbank- und Gesimsabdeckungen aus Zink. Sie werden zum Beispiel auf passende Haftstreifen "geklickt", mittels stabiler Vorstoßprofile fixiert oder mit Bitumenkaltkleber vollflächig auf die jeweiligen Bauteile aufgebracht. Für eine sichere Ausführung der Stöße bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Vorzugsweise kann eine von Rheinzink entwickelte Lösung mit unterdeckenden Stoßverbindern (UDS-Verbindern) gewählt werden.
Außer den bekannten Mauer-, Attika- und Fensterbankabdeckungen, die aus ebenen Profilen mit seitlichen Abkantungen oder Aufkantungen und Einkantungen bestehen, kommen auch komplizierter gestaltete Abdeck- und Einfassprofile zur Ausführung. Insbesondere wenn aufwendig gestaltete Details bei der Renovierung von Altbauten zu schützen sind. Wir haben also neben einfach mit Kantprofilen zu lösenden Standardsituationen auch aufwendigere Abdeckungsarbeiten in Metall auszuführen. Dies kann der Fall sein, wenn horizontal oder vertikal gerundete Mauern, gebogene Giebelanschlüsse oder auch runde Fensterbänke oder -laibungen mit Abdeckprofilen zu versehen sind. Neben aufwendigen, rein handwerklichen Umformlösungen, die nach Schwierigkeitsgrad der Ausführung von Meisterstücken kaum nachstehen, wird hierfür eine deutlich wirtschaftlichere, maschinelle Vorfertigung - objektbezogen nach Maß - favorisiert. Erfahrene Handwerker nutzen dazu das Angebot von spezialisierten Fachbetrieben.
Drei unterschiedliche Befestigungsarten
Sicherheit und Nutzungsdauer von Abdeckungen werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst: zum Beispiel von der Unterkonstruktion und von der Art der Befestigung. Am Bau üblich sind Unterkonstruktionen wie Mauerwerk, Holz oder Metall, ferner Dämmstoffe oder bituminöse Abdichtungen, wie Dachbahnen. Die Befestigung der Abdeckprofile richtet sich nach der Beschaffenheit der Unterkonstruktion und der jeweiligen Bausituation. Bei schwierigen Untergründen werden Hilfskonstruktionen notwendig. Das können bündig eingelassene Latten sein. Ferner Holzbohlen oder -schalung, aber auch Metallbügel mit aussteifenden/verbindenden Winkelprofilen. Im letzteren Falle muss für die Abdeckprofile zusätzlich eine vollflächige Auflage vorgesehen werden. Für den regelkonformen und funktionssicheren Einbau von Abdeckprofilen aus Zink bewähren sich drei unterschiedliche Befestigungsarten, die nachstehend vorgestellt werden. Dabei kommen grundsätzlich nur indirekte Befestigungen in Frage, die Bewegungsmöglichkeiten der Profile zulassen. Direkte Befestigungen mit Schrauben und "Hauerbuckeln", sind abzulehnen.
Von Friedolin Behning und Frank Neumann